Samstag, 14. April 2012

Gier von Arne Dahl

Der Showdown findet in der Berliner Oranienburger Straße statt. Davor sprang die Handlung des Thrillers „Gier“ von Stockholm nach Den Haag, von London nach Süditalien, streifte Krakau, Riga und New York. Ich war beim Lesen ganz schön viel unterwegs.

Die Mitglieder der schwedischen A-Gruppe entwickelten sich weiter. Paul Hjelm ist jetzt Chef einer geheimen Truppe von Europol. Seine Mitarbeiter kommen aus vielen europäischen Nationen und sind wie alle im schwedischen Team schräge Charaktere, wenn auch manche ein bisserl klischeehaft gezeichnet sind. Das Paneuropäische erweist sich als vorteilhaft, denn im Gegensatz zu Polizeibefugnissen macht das Verbrechen nicht vor Ländergrenzen halt. Autor Arne Dahl lässt an die 15 Top-Polizistinnen und -Polizisten gleichzeitig ermitteln, da geben sich die spannenden Momente die Klinke in die Hand.

Den Stein ins Rollen bringt eine illegale Putzfrau in Stockholm, die am PC ihres Arbeitgebers nach Kinderpornographie sucht. Dabei wird sie von Jon Anderson, dem schwulen Mitglied der A-Gruppe verhaftet. Am Schluss wissen wir mehr über die Mafia von Italien über Russland bis China, den globalen Drogenhandel und wer von der Finanzkrise wirklich profitiert. „Gier“ kommt aktuell daher.

Und wir wissen, dass Jon Anderson nach allem, was er durchmachen musste, einen Freund hat. Ja, ja, it gets better.

Wer mit Arne Dahl von vorne anfangen will, beginnt mit Misterioso.


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