Samstag, 27. August 2011

Coole Polizisten im heißen Berlin

polizist  schwulIn Berlin hat es 30 Grad und wir haben Kontakt mit der Polizei. Mein Arzt und ich radeln zum Schwimmtraining.

Ich fahre in der schmalen Straße vor meinem Arzt auf eine Kreuzung zu und sehe, dass von rechts ein Auto einbiegt. Dieses Auto schneidet die Kurve so eng, dass zwischen fahrendem PKW und parkendem Auto kein Platz für mich bleibt. Ich rufe „Achtung“. Die Frau am Steuer fährt weiter und mich beinahe über den Haufen. Ui, knapp. Ich bremse voll und rufe noch einmal „Achtung“. Erst dann bleibt sie stehen. Zum Glück ist nichts passiert. Aber sie hängt mir sofort eine Goschn an: Ich soll mich nicht aufpudeln, ich sei doch schuld.

Das hätte sie nicht tun sollen. Während ich noch wegen der Impertinenz sprachlos bin, argumentiert mein Arzt mit ihr über die Fahrfehler, die sie begangen hat. Seine Stimme ist dabei lauter, als ich sie kenne. Sie mault. Mein Arzt sagt, sie soll nicht herumquatschen, sondern sich entschuldigen. Das verweigert sie. Dann ruft mein Arzt die Polizei. Und fotografiert mit dem Handy ihr Autokennzeichen. Da wird sie hektisch, fotografiert lustigerweise unsere Fahrräder und wiederholt betont zustimmend: Gut, dass sie die Polizei rufen, sie haben mich ja beleidigt, ich zeige sie an.

Dann kommt die Polizei

polizist schwulWährend wir warten, ist plötzlich der Freund der Frau da. Er wohnt in einem der angrenzenden Häuser. Sie sprechen Deutsch, dann Türkisch miteinander. Ein paar provokante Sager platziert sie dann doch wieder auf Deutsch. Wir ignorieren sie.

Als die Polizei kommt, erzählt jeder von uns seine Version der Ereignisse. Die Polizisten wenden sich danach an die Frau und erklären ihr, dass sie von jedem Radfahrer mindestens eineinhalb Meter Abstand halten müsse. Kann sie das nicht, müsse sie anhalten. Und so wie er die Ortslage einschätzt, hätte sie das tun müssen. Dann erklärt er uns, dass es heute sehr heiß sei, alle ein wenig aufgedreht sind und dadurch manchmal auch beleidigend werden. Deshalb seien wir alle ein bisschen schuld, sollten uns jetzt die Hände geben und noch einen schönen Abend verbringen.

Deeskalation gelungen

polizist schwulDie Frau möchte noch keppeln, doch ich unterbreche sie, bedanke mich bei den Polizisten und reiche ihr die Hand. Sie checkt dann auch, dass es für sie das Beste wäre, so aus der Situation rauszukommen. Sie schlägt ein und geht mit ihrem Freund davon. Als sie außer Hörweite ist, erklären uns die Polizisten ungefragt, dass sie uns schon gut verstehen würden. Hihi.

Mein Schock, beinahe umgefahren worden zu sein, ebbt langsam ab. Dafür finde ich es interessant, gut auf Deeskalation geschulte Berliner Polizisten bei der Arbeit erlebt zu haben. Berlin ist heiß und manche Polizisten cool.


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Kommentare:

Be-Gay.blogspot.com hat gesagt…

Huhu,

also der Polizist auf dem unteren Bild ist echt mega cool und sexy. Gebt es doch zu ihr habt Euch gar nicht so über die blöde Kuh geärgert, sondern wolltet nur auf die Staatsgewalt treffen :-). Ich glaube ich muss auch mal wieder nach Berlin kommen *grins*.

Viele Grüße
Bernie

Rich Rubin hat gesagt…

hu, erwischt.
;>

Dirk hat gesagt…

Zumindest die Junx in den neuen blauen Uniformen sind etwas schicker als in den alten braun-grünen (*würg*)
manchmal kann man sehen, dass sie sogar einen Arsch, äääh, pardon, ich wollte schreiben, einen Hintern in der Hose haben :-))

aber seid froh, dass euch nicht mehr passiert ist, ich sehe ja leider oft genug, was so passieren kann, wenn die Radfahrer den Kürzen ziehen (und das tun sie eigentlich immer bei einem Kontakt mit den rollenden Blechbüchsen)

Rich Rubin hat gesagt…

ja, wir sind froh. es muss wirklich knapp zwischen mir und dem auto gewesen sein. mein arzt erhebt seine stimme üblicherweise nur sehr selten.