Sonntag, 2. Januar 2011

Schöneberg 2011 mit Silvester Cook-In

kostja ullmann schwulNach drei österreichischen Christbäumen in vier Tagen kehren mein Arzt und ich nach Berlin zurück. Im Gepäck unser 6jähriger Neffe. Das bedeutet: Rapunzel neu verföhnt in 3D, Legoland, Yogi Bär in 3D, Aquarium ohne Zoo (zu kalt draußen), Das tapfere Schneiderlein auf DVD (mit einem bezaubernden Kostja Ullmann), Star Wars Clone Wars und weil der Gschropp neuerdings fotografiert und aus den Bildern Trickfilme bastelt: 1,4 GB Speicherplatz am Mac belegt mit Fotos seiner Star-Wars-Figuren und seinem Lieblingsstofftier Strolchi.

Am Silvestermorgen düst unser Neffe zurück in die Steiermark und wir rüsten zum großen Silvester Cook-In bei uns zuhause. Cook-In?

Alle Gäste kochen, nur wir nicht

schwule köcheJedes Gastpaar ist für einen Gang des Silvestermenüs verantwortlich. Im Vorfeld koordinieren wir die Gänge, damit wir nicht 7 Desserts essen müssen. Jeder bringt seine Zutaten mit und kocht sein Gericht dann vor den anderen Gästen. Nichts darf vorbereitet mitgebracht werden (das ist feig).

13 Gäste zaubern also am Silvesterabend in unserer Küche ein Menü mit 7 Gängen.

  • Fruchtiger Vogerlsalat mit Nüssen, Orangen und einem Hauch Himbeer
  • Indischer Linsensalat mit Sternanis und wohltemperierter Schärfe
  • Spezial Kürbiscremesuppe mit dem Duft von Orangen
  • Jakobsmuscheln auf Wok-Salat mit explodierten Reisnudeln
  • Rotbarben thymianisiert und anderes aus dem Meer auf fröhlich-buntem Paprika-Klein-Klein
  • Lammkeule zwischen Kren-Mousse und Rosmarinerdapferl
  • Geeiste Himbeeren mit französischen Küssen und Schlag
Worst Case? Ab dem zweiten Gang versinkt die Küche im Chaos.

Aber der Best Case tritt ein: 13 konzentrierte Gäste brutzeln, schnippeln, frittieren, braten, brodeln, hacken, schlagen und rühren mit einer Freude, dass meinem Arzt und mir ganz warm ums Herz wird. Was für ein Spaß. Außerdem lehrreich beim Zuschauen und jeder Gang äußerst köstlich. Die Küche? Tipp topp, weil alle Küchenfeen diszipliniert sauber den Arbeitsplatz übergeben und sowieso alle mithelfen, wenn Bedarf besteht.

Was für ein schöner Start für 2011. Danke.


Share/Bookmark

Kommentare:

Bautiger hat gesagt…

der gschropp, nett dieser dialekt,
unglaublich was die kleinen schon alles beherrschen, in zwanzig jahren wird der gschropp über unvorstellbare möglichkeiten verfügen und später die patenonkel ins altersheim beamen

Dirk hat gesagt…

nett, ja, aber gut, dass es den link zu dem lexikon deutsch-ösideutsch-deutsch gibt

:-)

vogerlsalat hätte ich eher für geflügelsalat als für feldsalat gehalten

Rich Rubin hat gesagt…

ich fand es auch interessant, den neffen beim surfen im internet zu beobachten. klick, klick, klick und schon liefen star wars clone wars clips auf youtube.

ad vogerlsalat: das, was deutsche und österreicher trennt, ist die gemeinsame sprache, sagte karl kraus einmal. ;>

riwalin hat gesagt…

Ich las zuerst "Cock-In" und dachte nanü...
Trotzdem frohes neues Jahr!

Rich Rubin hat gesagt…

ich hab mit einem solchen "verleser" schon gerechnet. ;>

dir auch ein fesches 2011, riwalin.

Bautiger hat gesagt…

was die österreicher und die deutschen auch noch trennt ist die
" pifke - saga" mit tobias moretti verfilmt
die römer nennen insbesondere die deutschen touristen " barbari "

wen wunderts?