Donnerstag, 30. September 2010

Austern, Schnecken und Tony Curtis

laurence olivier schwul tony curtisWie war das aufregend! Ein Sonntag Nachmittag in den frühen 80ern. Meine Familie und ich schauen den Kostümschinken „Spartakus“ im Fernsehen.

Der junge Tony Curtis wäscht als Sklave Antoninus seinen Herrn Crassus, gespielt von Laurence Olivier. Der betrachtet ein wenig hungrig den fast nackten Körper von Tony Curtis und plaudert mit ihm über Austern und Schnecken, Geschmack und Appetit.

Crassus: Do you eat oysters?
Antoninus: When I have them, master.
Crassus: Do you eat snails?
Antoninus: No, master.
Crassus: Do you consider the eating of oysters to be moral and the eating of snails to be immoral?
Antoninus: No, master.
Crassus: Of course not. It is all a matter of taste, isn't it?
Antoninus: Yes, master.
Crassus: And taste is not the same as appetite, and therefore not a question of morals.
Antoninus: It could be argued so, master.
Crassus: My robe, Antoninus. My taste includes both snails and oysters.

Da hatte ich was zum Schauen und zum Nachdenken. Danke. Tony Curtis ist vergangene Nacht im Alter von 85 Jahren in Los Angeles gestorben.

tony curtis schwul


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Mittwoch, 29. September 2010

Celebrity Clash à deux!

bruce boxleitner schwul kate jacksonNichts ahnend warte ich in Berlin Tegel auf das Boarding für meinen Lufthansa-Flug nach Frankfurt. Von dort soll es nach Los Angeles weiter gehen. Disney hat mich eingeladen, um mir ein paar Szenen aus dem kommenden Film „Tron:Legacy“ zu zeigen. Ich hoffe, auch den Schauspieler Bruce Boxleitner zu treffen. Er zählt zu meinen TV-Ikonen der 80er (oh, meine bösen 80er).

Plötzlich: Celebrity Clash!

Er holt sich aus dem Regal mit den kostenlosen Zeitungen „Die Welt“, „Das Handelsblatt“ und „Die Zeit“. Dann setzt er sich mitten unter die Wartenden. Tegel ist klein. Platz für eine VIP-Lounge gibt es nicht. Ich sehe keine Personenschützer in seiner Nähe.

Er blättert schnell durch die Zeitungen und legt die Teile, die ihn nicht interessieren unter seinen Sessel. Auch den Bereich „Jobs und Karriere“ streift er nur kurz. Ist wohl erst wieder ab Oktober 2013 für ihn wichtig.

Als das Boarding aufgerufen wird, flitzt er trotz seines Alters wie ein Pfitschipfeil zum Abfertigungschalter, um als erster das Flugzeug besteigen zu können. Diese Wendigkeit hätte ich ihm nicht zugetraut, dem Brüderle Rainer.

Nur einer war noch schneller. Nämlich der Niebel Dirk, der sich woanders von mir unbemerkt unter die Wartenden mischte. Gemeinsam betreten die zwei FDP-Bundesminister vor allen anderen Passagieren das Flugzeug.

dirk niebel schwul rainer brüderle


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Donnerstag, 23. September 2010

Filmschnittchen James Franco in „Eat Pray Love“

james franco schwul julia robertsNatürlich rettet Julia Roberts diesen schmonzettigen Film. Sie spielt Liz, eine gutsituierte Frau auf Sinnsuche, die in Italien essen, in Indien beten und auf Bali lieben lernt. Andere lesen als Teenager „Siddharta“ von Hermann Hesse und eine Ruh' is. Aber Frau Roberts macht das schon ok.

Nur in einer Sequenz spielt sie total unglaubwürdig. Nach einer Scheidung hat Liz eine Affäre mit dem jüngeren David, gespielt von James Franco. Diesen verlässt sie aber, um auf den Seelentrip rund um die Welt zu gehen.

James Franco verlassen? Diese Stimme, so sanft wie ein zartes Körperpeeling? Dieses Lächeln, das einen sofort kapitulieren lässt?

james franco schwulWie unglaubwürdig ist das denn?

Filmschnittchen James Franco ab heute im Kino


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Herr Rubin tanzt in diesen Morgen



thxie holger


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Mittwoch, 22. September 2010

Celebrity Clash trotz Vollbart!

bäckerei schwulNichts ahnend laufe ich zum Bäcker meines Vertrauens in der Eisenacher Straße. Die Verkäuferin schaut immer, ob ich mit dem Rad da bin. Sie verpackt dann meine Semmerl und Süßteile fahrradkompatibel, damit ich sie gut nach Hause bringe. Sehr sweet. Plötzlich: Celebrity Clash!

Ha, netter Versuch! Aber trotz Vollbart erkenne ich ihn. So etwas führt den aufmerksamen Celebrity Clasher nicht in die Irre. Er sitzt im Gastgarten eines Italieners Ecke Rosenheimer Straße und trägt arg modische Sneakers mit knallroten Schuhbandln, natürlich nicht gebunden. Dazu eine hellblaue Windjacke.

Seit er in der TV-Serie „Drei zum Verlieben“ am Bildschirm auftauchte, kann ich selten den Blick von ihm wenden (oh, meine bösen 90er!). Als er im Film „Contergan“ nur mit Pyjama-Hose im Bett herumturnte wurde ich ganz unruhig.

Er doziert neben einer Schachtel Marlboro Light mit einem stillen Mann über Filme. „Dieser Film fängt immer wieder aufs Neue an“, schnappe ich auf. Er wirkt arg dünn. Sexy benötigt auch Griffigkeit! Er darf also ruhig mehr Süßteile vom Bäcker essen, der Sadler Benjamin.

benjamin sadler


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Dienstag, 21. September 2010

Theaterschnittchen Franz Hartwig

franz hartwig schwulEr verabschiedet sich im „Menschenfeind“ an der Berliner Schaubühne in einer Szene mit einem fast unhörbaren „Baba“. Ist Franz Hartwig Österreicher? Aber nicht nur durch diesen Austriazismus fällt er mir in der Rolle des Acaste auf.

Dieser Acaste ist in der Inszenierung ziemlich auf fesch geföhnt und einer der Verehrer von Celimène. Wie Franz Hartwig das macht? Ziemlich fein. Ein ihm zugeworfenes Semmerl konnte er bei der Premiere aber nicht fangen, hat der Connaisseur in mir gleich bemerkt. Sehr appetitlich also, alles.

Und sonst? Theaterviech Lars Eidinger steckt sich als Alceste Frankfurter in den Popo. Schaut echt arg aus.


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Montag, 20. September 2010

Fünf Chinesen mit dem Kontrabass?

Einem Bekannten des kleinen Arztes wird auf der Wiener Ringstraße das i-Phone gestohlen. Er verfolgt den Täter, kriegt ihn aber nicht zu fassen.

Darauf geht er zur Polizei und erstattet Anzeige. Seine Täterbeschreibung: männlich, weiß, Glatze, Bomberjacke. Die Polizei rückt mit etlichen Mannschaften aus, um den flüchtigen Täter zu erwischen.

Sie greift fünf Personen auf und zeigt sie dem Bekannten des kleinen Arztes. Der erkennt in keinem der Vorgeführten den Täter wieder. Alle haben aber etwas gemeinsam: ihre Hautfarbe ist schwarz.


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Sonntag, 19. September 2010

SonntagsSMS an Robert

frankfurter schwulKW 37: Ich darf wieder beruflich ins Theater gehen. Und gleich im ersten Stück steckt sich ein junger Mann Frankfurter in den Popo.

(124 Zeichen)


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Samstag, 18. September 2010

Auf der Polizei in Zürich

Zürich schwulIch muss in der Züricher Polizeiwache meinen Reisepass abgeben. Die Polizistin in Uniform hat mich zuvor aufmerksam gemustert und auch kurz auf die Uhr gesehen, ob ich zeitgerecht erschienen bin. Sie sagt aus dem Glaskasten des Empfangs heraus: „Ich öffne ihnen jetzt die Türe für zehn Minuten. Und wir fotografieren hier nicht.“ Dann gleiten Schiebetüren auf und ich befinde mich in der Eingangshalle der Regionalwache. Plötzlich explodieren über meinem Kopf Sterne und Blüten in einem Rausch von Rot, Gelb und Orange.

In den vergangenen 20er Jahren war diese Halle so düster und dunkel, dass die Idee aufkam, sie künstlerisch aufzuhellen. Ein Augusto Giacometti bekam den Auftrag. Der entfernte Verwandte des berühmten Alberto pinselte Ornamente in hellen Farben in die Kuppeln zwischen den Säulen. Das Ergebnis gleicht einem Feuerwerk.

Auch sonst ist Zürich fesch. Der Sohn des Diakons feiert einen großen Erfolg am Theater, ich lerne bei der Premiere sehr freundliche Schweizer kennen und erfahre, dass Schwyzerdütsch kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache ist. Außerdem esse ich ziemlich ungehemmt ganz viel Schoggi. Nur mein Arzt muss leider in Berlin arbeiten.

Zürich eingangshalle Polizei schwul
Giacometti-Halle in der Stadtpolizei, Bahnhofquai 3. Besichtigung gegen Vorlage eines Ausweises zwischen 9-11 und 14-16 Uhr. Eintritt frei.


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Mittwoch, 15. September 2010

Parade der Filmschnittchen

George Clooney, Kostja Ullmann, Wentworth Miller und Boris Kodje

george clooney schwulThe American: Feschak George Clooney gibt den einsamen Berufskiller, der als noch nicht bußfertiger Sünder trotzdem Erlösung in den italienischen Abbruzzen sucht. Bei Klimmzügen und Dehnungsübungen zeigt er sich appetitlich shirtless mit Schmetterlingstattoos. Beim Sex mit der Prostituierten Clara auch seinen griffigen Männerhintern. Kurz nachdem er mit Clara voll Leidenschaft zu Analverkehr überging, gesteht sie ihm ihre Liebe. Ob das Zufall ist? Sehr Sehenswert.


wentworth miller schwul boris kodjoeResident Evil - Afterlife 3D: Wentworth Miller und Boris Kodje wären eigentlich ein sehenswertes Hübschpaar. Wenn sie nicht in diesem unintelligentem Film mitspielen müssten. Und ja, wenn Wentworth Miller hübschpaar-technisch nicht schon vergeben wäre. Nur für passionierte Videospieler.


kostja ullmann schwulGroupies bleiben nicht zum Frühstück: Zuckergoscherl Kostja Ullmann darf ganz offiziell angeschmachtet werden, denn er spielt einen Teenie-Rockstar. Dieser verliebt sich inkognito in ein Mädel, das in Berlin-Schöneberg mitten im schwulen Kiez wohnt. Leider wissen das nur wir. Die Handvoll Hintern von Kostja Ullmann ist dennoch sehenswert.


alle Filmschnittchen ab morgen im Kino


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Dienstag, 14. September 2010

Arne Friedrich soll sich nicht bücken

Da lacht er wieder. Fußball-Rehlein Arne Friedrich will nach seiner Bandscheibenoperation in sechs Wochen wieder mit dem Training beginnen. Alles scheint gut, nur bei der Flexion der Lendenwirbelsäule soll er noch aufpassen, meint mein Arzt. Also vorsichtig sein beim Bücken, Arne!

arne friedrich schwul
Beim Schuhbandl zubinden, zum Beispiel.


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Sonntag, 12. September 2010

SonntagsSMS an Robert

KW 36: In Hoppegarten zum ersten Mal auf Pferde gewettet und … gewonnen. Das Pferderl mit der Nummer 3 war's.

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Mittwoch, 8. September 2010

Parade der Filmschnittchen

Louis-Ronan Choisy schwulRückkehr ans Meer: Louis-Ronan Choisy geht als kleiner schwuler Bruder in der südfranzösischen Dämmerung vom Strand nach Hause. Dabei trägt er nur rote Sport-Shorts aus den 80er Jahren. Sonst nichts. Die Protagonistin betrachtet seinen Körper. Regisseur François Ozon folgt diesem Blick akkurat mit der Kamera. Danke François Ozon. Auch für diesen stillen, feinen Film. Sehenswert.


matt lanter schwulBeilight – Team Edward: In dieser Twilight-Parodie spielt Rehauge Matt Lanter die Rolle von Robert Pattinson. Seit den TV-Serien „Manhunt“ und „Welcome Mrs. President“ habe ich ein Auge für ihn übrig. Er ist jetzt seinen Babyspeck los, aber sein Popscherl ist nach wie vor so aus- wie einladend. Sonst nur für Twilight-Hasser.



chris riggi schwulBeilight – Team Jacob: Chris Riggi gibt den Werwolfbuben und muss wie Taylor Lautner alle 10 Minuten sein Shirt ausziehen. Uns soll es recht sein. So wie er im Film gesagt bekommt: „Du bist wie ein kleiner schwuler Bruder für mich.“ Auch das soll uns recht sein. Sonst bietet „Beilight“ viel Furzkissen-Humor.




alle Schnittchen ab morgen im Kino


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Dienstag, 7. September 2010

Österreichischen Lesben die Fortpflanzung verboten

Lesben schwulSeit Anfang 2010 gibt es in Österreich die Eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare. Das ist einerseits zu begrüßen, aber die Diskriminierung ist damit nicht vorbei. Im Gegenteil. Rechtsanwalt Helmut Graupner, der coole Aktivist, bringt es in einem Interview auf den Punkt: Lesbischen Frauen ist in Österreich die Fortpflanzung verboten, es sei denn, sie schlafen mit einem Mann.

Wer hat das zu verantworten? Natürlich wieder einmal die katholische Bauernpartei mit ihren Bosnigl-Aktionen. Hier das gesamte Interview.


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Montag, 6. September 2010

Opernschnittchen Philipp Gropper

philipp gropperSo schmeckt das Opernschnittchen: groß, blond, hoher Haaransatz und ein feiner Holzbläser. Philipp Gropper spielt in „Brachland. Geschichten vom Nichts“ an der Oper Neukölln das Saxophon und andere Blasinstrumente. Und schaut dabei auch gut aus.

Und die Oper zum Schnittchen?

Die Sehnsucht gepflegter Großstadtpflänzchen nach dem einfachen Landleben arbeiten acht Frauen und ein Musiktrio satirisch und amüsant auf. Manchmal ein bisserl redundant, aber mit fein einstudierten Liedern, Arien und Chören.


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Sonntag, 5. September 2010

SonntagsSMS an Robert

folsom berlin schwulKW 29: Gestern führten wieder viele Herrchen ihre gut abgerichteten Hunderln in Schöneberg äußerln.


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