Mittwoch, 31. März 2010

Celebrity Clash auf dem Weg nach Salzburg!

Monchichi schwulNichts ahnend warte ich in Berlin Tegel auf meinen Flieger nach Salzburg. Ich bin zu einer Pressereise eingeladen, um zu begutachten, wie österreichische Tourismusorganisationen um verzauberte Gäste werben. Nun ja, zumindest mit geöffnetem Portemonnaie sind wir alle gleich (willkommen). Plötzlich: Celebrity Clash!

Der große alte Mann der deutschsprachigen Theaterwelt sieht aus wie ein Monchichi mit weißem Haar und Brille. An seiner Seite ein schwuler Opernsänger, der zu einem Auftritt ans Salzburger Landestheater düst. Schon bald tröpfeln weitere Mitreisende der Kunstwelt dazu, manche verabredet, manche zufällig, aber immer mit großem „Hallo“. Ich spitze die Ohren. Wie erhofft bekomme ich Klatsch und Tratsch über berühmte Kollegen zu hören, worüber ich aber an dieser Stelle den diskreten Mantel des Schweigens breiten will. Schließlich bin ich zwar einer von vielen, aber trotzdem so etwas wie ein Enkelschüler vom Flimm Jürgen. Deshalb erzähle ich hier auch nix, wie das mit Telefonapparaten war, die durch geschlossene Fensterscheiben fliegen.

jürgen flimm schwul
Nachgetragen

In Salzburg führen sie uns auf die Terrasse des M32 zum Mittagessen. Zwei Tische weiter sitzt die österreichische Bundesministerin für Wissenschaft und gibt dem Chefredakteur der Salzburger Nachrichten ein Interview. Beim Flug nach Berlin sitzt wieder Jürgen Flimm im Flieger. Ach, Österreich.


Share/Bookmark

Dienstag, 30. März 2010

Eier

Der kleine Arzt und sein Vetmed waren zu Besuch. Seitdem sind unsere Eier rot und blau.

schwul eierfärben
Die Osterfeierlichkeiten haben begonnen.


Share/Bookmark

Montag, 29. März 2010

MontagsSMS an Robert

universitätsplatz salzburg schwulKW 13: Auf Pressereise in Salzburg stellen sie mir am Universitätsplatz-Markt einen schwulen Imker vor. Der hat mehr als 100 Bienenvölker. Ist das viel?

(145 Zeichen)


Share/Bookmark

Donnerstag, 25. März 2010

Filmschnittchen in „From Paris with Love“

Der Agenten-Thriller mit John Travolta serviert zu Beginn ein Geheimdienst-Klischee nach dem anderen, wird in der Mitte unerhört spannend und stürzt dann am Ende wieder voll ab. Gibt es Filmschnittchen zum Trost? Ja, ein ganz Verruchtes.

Filmschnittchen Jonathan Rhys Meyers

jonathan rhys meyers schwul
jonathan rhys meyers schwulDie Oberlippe. Seine Oberlippe sieht so bequem aus, dass man sich dort lässig betten möchte. Und rundherum dieses schöne Gesicht. Aber bei Jonathan Rhys Meyers gilt auf gar keinen Fall der Grace-Kelly-Effekt. Dann ist er ja gar nix für mich? Zum Glück setzt er sich im Film wenigstens eine Brille auf.



Und der Film zum Schnittchen?

Besser erst als DVD schauen.

Ab heute im Kino.


Share/Bookmark

Dienstag, 23. März 2010

Clemens Schick spricht über Eva Green

clemens schick schwul los angelesKlingt sehr freundlich, was Clemens Schick im ZDF bei "Leute heute" über Eva Green sagt: wunderschöne Frau (recht hat er), ganz tolle Ausstrahlung, Glamour, ganz toller Mensch, ganz tolle Schauspielerin. Dabei tut er etwas, was er sonst ganz selten macht. Er lächelt. Apart.

Hier lässt sich der TV-Beitrag ganz ansehen.

Außerdem spielt er in Los Angeles "Windows", seinen sehenswerten Theaterabend, und zeigt, dass Karo wieder im Kommen ist, oder? Auch apart.

clemens schick schwul windows los angeles


Share/Bookmark

Montag, 22. März 2010

Mit David Beckham in der Badewanne



Für Charity macht Beckham einiges.
Gibt es Vorschläge, welcher deutsche Fußballer so etwas auch machen soll?

Danke für den Link,
Tinky Winky.


Share/Bookmark

Sonntag, 21. März 2010

SonntagsSMS an Robert

staatstheater saarbrücken schwulKW 12: Das Staatstheater Saarbrücken hat beim Sohn des Diakons eine „fette Show“ bestellt. Wir waren grad da: Er hat ihnen die fette Show auch geliefert.

(146 Zeichen)


Share/Bookmark

Donnerstag, 18. März 2010

Filmschnittchen in „Troubled Water“

Wie wird ein Erwachsener nach seiner Haftstrafe resozialisiert, wenn er als Kind ein anderes Kind umgebracht hat? Das norwegische Drama „Troubled Water“ erzählt davon mit spannender Handlung und opulenten Bildern. Gibt es Filmschnittchen? Ja, eines ganz nach meinem Geschmack.

Filmschnittchen Pal Sverre Valheim Hagen

Pal Sverre Valheim Hagen schwul
Groß, schlank, skandinavisch und ein bisserl ungelenk. Da schau ich gerne hin. Pal Sverre Valheim Hagen zeigt auch alles in weißen Boxer-Briefs. Davon abgesehen erledigt er seinen Schauspieler-Job in einem wohltemperierten Ensemble grandios. Wie gibt Pal Sverre Valheim Hagen den geläuterten Kindsmörder, der auf eine zweite Chance hofft? Auch da schaue ich gerne hin.

Und der Film zum Schnittchen?

troubled water schwulEin großes Drama über Schuld und Sühne, Rache und Vergebung. Raffinierte Rückblenden und als Clou ein Perspektivenwechsel werden dem diffizilen Thema gerecht. Spannend wird gezeigt, wie sich die Tat bis in die feinsten Verästelungen auch noch Jahre danach auswirkt. Ein Film, über den sich reden lässt.


Start 18.März 2010


Share/Bookmark

Mittwoch, 17. März 2010

Die Angst des Norbert Nedopil und die Scham des Gert Scobel

gert scobel schwulModerator Gert Scobel war in der 3SAT-Talkreihe „scobel“ nicht auf der Höhe der aktuellen Diskussion über Kindesmissbrauch. Da malt sein Gast Norbert Nedopil (Professor für Forensische Psychiatrie an der Universität München) recht schnell ein Schreckenszenario an die Wand: Man müsse Missbrauchs-Vorwürfe immer genau prüfen, weil es ja passieren könne, dass ein Lehrer oder Erzieher unschuldig am Pranger stünde.

Die Forderung ist geschenkt, aber ein bemerkenswerter Einstieg in das Gespräch. Kein Wunder, dass die ebenfalls anwesende Carmen Kerger (vom Verein Dunkelziffer e.V., einer Beratungsstelle für Missbrauchsopfer) die Stirn kraus zieht. Warum?

norbert nedopil schwulNoch bevor in dieser Diskussion den Opfern von Missbrauch dazu gratuliert wird, dass sie die dicke Scham-Mauer durchbrechen und endlich den Kraftakt stemmen, überhaupt Vorwürfe zu machen, semmelt ihnen Kollege Nedopil sofort wieder einen Misstrauensantrag rein. Als Opfer bedankt man sich dafür, weiß man doch aus Erfahrung, dass den Tätern bisher immer mehr geglaubt wurde.

Nedopils Angst vor elfjährigen Jungs, die aus Kalkül mit dem erfundenen Vorwurf der sexuellen Belästigung ihren Mathematik-Lehrer in die Knie zwingen wollen, scheint stark ausgeprägt zu sein. Ich sage: Lächerlich. Und in der zeitlichen Abfolge der Diskussion ziemlich zynisch.

Gert Scobel hat da nichts einzuwenden. Als Nedopil kurz darauf die Prügelstrafe verharmlost, nickt er und sagt so etwas wie „Ja, die gab's zu meiner Zeit auch noch“. Sein Lächeln dazu ist voll Verlegenheit, ist voll Scham.


Share/Bookmark

Dienstag, 16. März 2010

Nachtmusik im Liegen

Matthew Cellan Jones Theorbe schwulMein Arzt und ich düsen ins Radialsystem. Wir hören Barockmusik, gespielt von Matthew Cellan Jones auf der Theorbe. Das Konzert läuft in der Reihe „Nachtmusik“. Der Clou: Während des Konzerts legen wir uns auf Matten, betten unseren Kopf auf Pölster und lauschen diesem extravagantem Instrument. Schon beim Einlass wird gebeten, nicht laut zu sprechen und das Licht ist gedimmt.

O wie schön. Das Liegen entführt uns in den Bereich zwischen Wachen und Schlafen, die musikalischen Figuren auf der Theorbe schrauben sich virtous immer weiter in den Himmel hoch. Wir mögen das.

Eine Frau in Ringelsocken praktiziert während des Konzerts ganz unscheinbar Dehnungsübungen. Ein junger Mann räkelt sich auf der Matte. Ich erkenne, dass er Calvin Klein drunter trägt. Oder träume ich? Vor uns liegt ein älteres Ehepaar. Zuerst werden seine Atemzüge gleichmäßig, dann beginnt er zu schnarchen. Sie schubst ihn sofort. Das geschieht drei Mal. Ein schwules Paar liegt eng nebeneinander und hält sich an den Händen. Ach, das sind ja mein Arzt und ich.

Danach treffen wir die Münchner Buben im Schwuz, trinken ihren Cocktail "Red October" und tanzen bis in den Morgen.


Share/Bookmark

Sonntag, 14. März 2010

SonntagsSMS an Robert

KW 11: Ich lass' mir einen Treasure Trail stehen.

(41 Zeichen)


Share/Bookmark

Donnerstag, 11. März 2010

Kellnersitzen in der Steiermark

dr jörg haider war nicht schwulIn einstweiligen Verfügungen, juristischen Drohungen, Gerichtsterminen, Prozessen, Erklärungen et cetera et cetera wird noch heftig gerungen, ob die Aussage, dass Jörg Haider homosexuell gewesen sei, die Persönlichkeitsrechte der Witwe beeinträchtige. Nun ja, ich denke eher nicht.

Was machen Jörg Haiders Adepten inzwischen? Sie üben sich beim Genuss von „Hausmarkerl“ und „Carotin Tonic“ in einer besonderen Sportart: Dem steirischen Kellnersitzen. Wie geht das? Einfach in die schwule Disco rein, Kellner schnappen und auf den Schoß setzen. Wer es rechtzeitig zum Foto-Klick schafft, hat gewonnen.

Stefan Petzner muss noch üben

stefan petzner schul loft
Try harder! Oder liegt es daran, dass er im Österreichischen Parlament gegen die Eingetragene Partnerschaft gestimmt hat? Vielleicht weil Buberlwitwen nicht mehr heiraten müssen.

Gerald Grosz hat den Dreh schon raus

gerald grosz schwul loft
Er ist echt gut im steirischen Kellnersitzen. Außerdem hat Gerald Grosz im österreichischen Parlament für die Eingetragene Partnerschaft abgestimmt. Weiter so!


Inspiriert von Robert und Tinky Winky


Share/Bookmark

Mittwoch, 10. März 2010

Der After als Sexualorgan

after eight sexualorgan schwulGestern lief bei Sandra Maischberger eine Talkrunde unter dem Titel: "Verschweigen, verleugnen, vertuschen?" Damit ist das Thema wohl klar und es gab auch einiges zu hören.

Geht’s noch?

Die katholische Publizistin Gabriele Kuby krähte plötzlich zur Untermauerung ihrer These, dass die Moral verlottere: „Und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung propagiert den After als Sexualorgan!“

Ich glaub', mir fehlen grad die Worte.

Cool!

Ein cooles Schlusswort gab der jungen Mann, der von einem Kaplan sexuell belästigt wurde: Kirchliches Sünden-Vergeben sei für die Täter fehl am Platz. „Geht in Therapie, ihr seid nämlich krank“. Neben den Opfern sollte diesen Menschen nämlich auch geholfen werden. Verschweigen, verleugnen, vertuschen hilft auch auf Täterseite nicht.


Share/Bookmark

Sonntag, 7. März 2010

SonntagsSMS an Robert

KW 10: Musste mich gestern Abend beruflich schon wieder ganz ausziehen. Langsam könnte man glauben, ich steh da drauf.

(111 Zeichen)


Share/Bookmark

Samstag, 6. März 2010

Celebrity Clash!

date night schwulNichts ahnend laufe ich den Kurfürstendamm Richtung Wittenbergplatz. Ich komme eben aus der US-amerikanischen Ehe-Action-Komödie „Date Night“. Ist passabel für die Zielgruppe 40+, die nach langjähriger, zärtlich-liebevoller Partnerschaft schon mal so wie Steve Carell und Tina Fey aussehen kann. Also genau richtig für mich und meinen Arzt. Plötzlich: Celebrity Clash!

Er hastet pfauig in der Tauentzienstraße direkt vor dem Peek & Cloppenburg an mir vorbei. Sein Mantel ist ein Stutzer, fast hellblau und kariert. Ein Palästinenserschal wickelt sich trendy um seinen Hals. Er schaut ernst gegen den schneidenden Wind und zieht die Stirn kraus. Er ist gut gebräunt. Ich hoffe aus sonnigen Gefilden und nicht von den solarischen Inseln (obwohl er schon ein bisserl orange aussieht).
Ich mochte ihn letztlich im Film „Vaterspiel“ als österreichischen Minister ganz ohne die sonstige Schwulen-Lächerlich-Macherei wie in „Traumschiff Surprise“. Ab nächster Woche ist er der neue „Jerry Cotton“. Da hat er aber das Pech, dass ihn der Christian Ulmen als Phil Decker ein bisserl an die Wand spielt. Das wird er aber aushalten, der Tramitz Christian.

christian tramitz schwul


Share/Bookmark

Freitag, 5. März 2010

Braune Kacke in Berlin, braune Scheiße in Wien

Der Schnee in Berlin ist geschmolzen. Plötzlich sind wieder Dinge frei gelegt, die wir gar nicht sehen wollten. Eine Frau im Berliner Radiosender 88.8 spricht mir aus dem Herzen: „Ich fand es total furchtbar, dass die Hundekacke wieder tiefgekühlt auftaucht.“ Und bei milderen Temperaturen auch auftaut.

In Wien taucht ebenfalls wieder Braunes auf.

christian strache schwul barbara rosenkranz
Barbara Rosenkranz (FPÖ), hier mit ihrem Parteichef Christian Strache, kandidiert für das Amt der Bundespräsidentin. Sie antwortet auf die Frage, ob es in NS-Konzentrationslagern Gaskammern gegeben habe, weder mit Ja, noch mit Nein. Außerdem ist sie für die Aufhebung von Teilen des NS-Verbotsgesetzes, weil diese gegen die Meinungsfreiheit verstoßen.

Wie sich Berlin und Wien doch manchmal ähnlich sind.


Share/Bookmark

Donnerstag, 4. März 2010

Filmschnittchen in „Crazy Heart“

Jeff Bridges spielt sich als abgehalfterter Countrysänger im Film "Crazy Heart" in ziemliche Oscar-Nähe. Gibt es auch Filmschnittchen? Ja, und zwar ein besonders saftiges.

Filmschnittchen Colin Farrell

colin farrell schwul pferdeschwanz
Was für ein Pferdeschwanz! Colin Farrel spielt seinen Countrysänger mit Boygroupcharme und einer Frisur, die als unsexy gilt. An ihm wirkt sie dennoch anziehend. Aber Colin Farrell hat bei uns sowieso einen Stein im Brett.

Nicht nur wegen seines bemerkenswerten Sextapes (Achtung Schmuddellink), das er vermutlich zu Werbezwecken selbst ins Netz stellte. Nein, der homofreundliche Hetero liebt seinen schwulen Bruder und spielt oft verzauberte Rollen (ungewöhnlich in Hollywood). Und die so differenziert, wie wir es gerne sehen.

So sitzen wir in „Crazy Heart“ zu seinen Füßen und lauschen seinem süßen Countrysong. Wer sagt, dass wir gegen Boygroupcharme immun wären?



Und der Film zum Schnittchen?

„Crazy Heart“ ist ein feines Künstler- und Alkoholdrama, in dem Jeff Bridges gekonnt den Übergang vom Kotzen zum Weinen spielt. Für Country-Fans ein Muss.

Ab heute im Kino


Share/Bookmark