Sonntag, 6. Juni 2010

Privatunterricht

Jonas Bloquet schwul Eleve LibreMein Arzt und ich schauen kuschelnd am Feierabend-Sofa den Film „Privatunterricht“ (Amazon Partnerlink). Zu Beginn bleibt der Bildschirm schwarz. Wir hören Schläge. Dann Stöhnen. Schläge und Stöhnen. Erst spät lässt uns Regisseur Joachim Lafosse durchblicken. Der 16jährige Lockenkopf Jonas spielt Tennis. Aufschlag, Stöhnen, Return, Stöhnen.

Jonas (Jonas Bloquet) spielt sehr gut Tennis, ist aber ein miserabler Schüler. Freunde seiner Mutter helfen aus. Zwei Männer und eine Frau, alle Mitte Dreißig, nehmen sich des Teenagers einen Sommer lang an, um Jonas durch die alles entscheidende Prüfung zu pauken.

Jonas Bloquet schwul Private LessonsSie bringen ihm ganz gut was bei. Neben dem üblichen Lernstoff, gibt es auch Lebens- und Liebeshilfe, weil Jonas neuerdings auch eine Freundin hat. Jonas saugt alles wie ein trockener Schwamm auf. Es ist Sommer, man hat Spaß.

Die Erwachsenen erweitern den Lernstoff auf das Thema Sexualität. Aber es gilt: Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum. So bringen sie Jonas auch praxisorientiert ein paar Feinheiten im Wissensgebiet Sex bei. Es ist ja Sommer, man hat Spaß. Der Zuschauer auch. Bis eine Grenze überschritten ist. Die Tändelei tut plötzlich weh und hinter der Maske der Verführung zeigt der Missbrauch sein Gesicht.

Jonas Bloquet schwul PrivatunterrichtStarke Handlung, starke Schauspieler.
Die Geschichte schafft Gesprächsbedarf.



„Privatunterricht“ (Amazon Partnerlink)
(aka „Elève libre“, „Private Lessons“)
mit: Jonas Bloquet, Jonathan Zaccaï, Claire Bodson, Yannick Renier u.a.
screen caps via


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