Freitag, 27. Februar 2009

Ao Nang SMS an Robert, freitags

Wir logieren im Dschungel-Resort: Schlange im Fruehstuecksbereich, Frosch vor der Zimmertuer, Gecko auf der Loggia. Da sind die vielen Afferl am Strand nicht mehr ueberraschend.

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Donnerstag, 26. Februar 2009

Ko Rok SMS an Robert, donnerstags

Der Doc ist jetzt Open Water Diver. Maske absetzen in 18 m Tiefe. Kein Problem. Ich inzwischen Prince of Snorkel (hello baracuda) und trotz LSF 30 ein bisserl pavianesk. Aua.

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Montag, 23. Februar 2009

Ko Hai SMS an Robert, montags

Musste den Tauchkurs abbrechen. Hatte schon im Pool latente Erstickungsgefuehle. Ich und was latentes? Never. Der Doc darf aber munter weitertauchen und Seesterne streicheln.

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Donnerstag, 19. Februar 2009

Ko Lanta SMS an Robert, donnerstags

1. Thaimassage am Strand. Die Ellbogen von Mr. Boy schmerzen erst, lockern dann aber ungemein. Auch ein Happy Ending.

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Sonntag, 15. Februar 2009

Phuket SMS an Robert, sonntags

KW 7. Wir jetlagisieren sanft in einem thailaendischen King Size Bett, das grosszuegig 3.00 Meter breit ist. Aber nur lustige 1.80 m lang.

ca. 120 Zeichen


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Donnerstag, 12. Februar 2009

Clemens Schick in Windows

clemens_schick_windowsMein Arzt hat Nachtdienst, deshalb gehe ich allein ins Theater. Ich sehe Clemens Schick in Windows, oder: Müssen wir uns Bill Gates als einen glücklichen Menschen vorstellen?

Die Bühne in den Sophiensälen ist ein großer blauer Teppich. Darauf ein Tisch und ein Stuhl. Clemens Schick betritt den Raum. Er trägt eine PornoPiloten-Brille und in der Hand eine Wasserflasche. Ernster Blick ins Publikum. Es ist der TV-bekannte Clemens-Schick-Blick. Wie aufreizend.

In der Bild sagt Clemens Schick: „Eine sehr besondere Erfahrung. 120 Minuten nur ich und mein Mund – das ist beglückend und beängstigend zugleich.“ Das klingt ja noch aufreizender.

Wir sehen einen Mann, der sich vorstellt, Bill Gates zu sein. Er imaginiert sich in dessen mythenumwobene High-Tech-Villa am See, da, wo Technik und Cyber-Space bereits einen USB-Zugang in Bill Gates Körper gefunden haben. Dazwischen ist der Mann auch ein Schauspieler namens Clemens Schick, der diesen Abend in Afghanistan vor deutschen Soldaten aufführt. Und auch einer, der uns davon erzählt.

Was als intellektuelle Stand-up Comedy und Homestory anhebt, steigert sich mehr und mehr in den Furor einer Globalisierungskritik. Alles hängt mit allem zusammen, alles ist mit allem verlinkt. Man weiß nicht so recht: Ist der jetzt verrückt oder hat er Recht. Schauspielerisch sehr sportlich und net unlustig, wie der Österreicher in mir sagt.

clemens schick jedermann salzburgClemens Schick kennen wir sehr ernsthaft: Bond-Bösewicht, Tod im Salzburger Jedermann, grimmiger TV-Detektiv.

Clemens Schick als ernsthafter Komödiant lässt sich fein in „Windows“ kennen lernen.


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Mittwoch, 11. Februar 2009

Ich pimpe dich nicht, ich titte dich

Letztens fährt mein Arzt mit mir U-Bahn. Es ist Samstag Abend. 14 Haltestellen, 1 x Umsteigen, an die dreißig Minuten.

schwule u-bahn punks1. Haltestelle: Wir sitzen nah an einer Gruppe Punks, die Zigaretten rauchen.

3. Haltestelle: Drei ÖPNV-Kampftrinker mischen sich unter die Punks. Sie halten sich brav an ihrem Berliner Kindl fest. Einer räsoniert mit schwerer Zunge über die Dummheit des Rauchens in U-Bahnen. Eine Steilvorlage. Gerade als der Gedankenaustausch der beiden Gruppen sehr rege wird, steigen wir um.

6. Haltestelle: Ein aufgedrehtes Punk-Pummelchen hat Spaß. Ihr gegenüber ein 15jähriger Araber, der boyish kichert, weil sie ihn in die Brustwarzen kneifen will. Sie kreischt: „Ich pimpe dich nicht, ich titte dich“. Plötzlich erspäht sie hinten im Waggon einen Bekannten und rauscht ab.

7. Haltestelle: Der junge Araber entdeckt Freunde am Bahnsteig, kippt das Fenster und schreit mit überraschender Bassstimme ein Salam Alaikum raus. Die höflichen Freunde hindern darauf die Waggontür mehrfach am Schließen, damit jeder den Gruß laut in den Waggon hinein erwidern kann. Der junge Araber bedankt sich, indem er ihnen eine Zigarettenschachtel zuwirft.

10.Haltestelle: Das Punk-Pummelchen dreht wieder auf. Sie diskutiert lauthals die Ähnlichkeit aller Fahrgäste mit berühmten Personen. „Schau, Karl Marx fährt heute mit. Dort sitzt Sarah Connor, los sing mal was, und der Dalai Lama. Oooohm.“

brad pitt schwul george clooney12. Haltestelle: Bevor das Pummelchen sich uns vornehmen kann (Brad und George), erhebt eine zugestiegene Obdachlose die Stimme, um alle Anwesenden zu einer Geldspende zu bewegen. Dabei lehnt sie an einer Haltestange neben meinem Arzt. Tja, und auch ein bisschen an seiner Schulter.

14. Haltestelle: Beim Aussteigen sehen wir, dass der junge Araber der Obdachlosen Geld gibt.

Letztens fährt mein Arzt das letzte Mal mit mir U-Bahn.


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Sonntag, 8. Februar 2009

Sonntags SMS an Robert


KW 6: Für die Arbeit durfte ich mich heute in ein blühendes Mohnfeld im österreichischen Waldviertel legen und in die Sonne blinzeln. Hier kannst du dich dazu legen!

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Sonntag, 1. Februar 2009

Alles wird gut werden

friedrich_liechtenstein_gar_nicht_schwulKrise? Friedrich Liechtenstein findet, dass alles gut werden wird. Hat ja auch die letzten Wochen geklappt, meint er. Und so tanzt der Alleinunterhalter im Sternfoyer der Volksbühne gelassen seinen Electric Slide. Gelassen, obwohl er uns darauf hinweist, dass hinter dem Vorhang zum Rosa Luxemburg Platz ein großer weißer Hase nur darauf wartet, uns alle durchzuficken.

O la la.

Mein Arzt und ich starten unseren Tauchgang durch die Berliner Nacht mit Herrn Lichtensteins feiner Performance über die großen Raucher dieser Welt: Winston Churchill, Fidel Castro, Monica Lewinsky.

Gepafft wird erst am Schluss, davor schweben Helium-Frisbees sanft durch den Raum und wir fühlen uns leicht wie nie. Herr Liechtenstein singt seine und unsere Lieblingslieder. Popmusik als zukunftsweisender Schwanengesang, smooth wie in der Hotelbar.



Später in dieser Berliner Nacht tauchen wir im homorientalen Gayhane auf. Dort machen bei Habibi-Disco auf der Tanzfläche aufgegeilte Burschis große Augen – der Duft von Amylnitrit liegt in der Luft.

Auf der Bühne peitschen Drag-Kings aus Damaskus den lustigen Go-go-Boy aus der Levante mit Geschirrtüchern. Hoppaaah! Wir spüren sofort: auch hier wartet hinter dem Vorhang ein großer weißer Hase nur auf das eine.


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Sonntags SMS an Robert

schwuler krapfenKW 5: Palatschinken heißen Pfannkuchen, Krapfen heißt Berliner. Der Berliner sagt zum Krapfen aber Pfannkuchen. Und zum Pfannkuchen Pfannkuchen. Kniffliger Fasching.

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