Freitag, 25. September 2009

Ich hab fertig - Gefoult

schwule fussballer outingOuting eines schwulen Fußballers in der Bundesliga? Was wir eigentlich täglich erwarten, passiert derzeit nur auf fiktionaler Ebene. Aber selbst in Ulli Schuberts Jugendkrimi „Gefoult“ (Amazon Partnerlink) ist das nicht so einfach. Der erpresserische Chefredakteur eines Fanmagazins will zwar einen Fußballprofi als schwul outen, segnet aber vor seiner Tat das Zeitliche. Natürlich hat da jemand gewaltsam nachgeholfen. Wurde einer der 11 Freunde zum Mörder, um sein Zwangsouting zu verhindern? Eigentlich recht spannender Plot, aber:

bundesliga fussballer schwulErzählt wird der Krimi aus der Perspektive eines Sechzehnjährigen. Der Pluspunkt: Der heterosexuelle Knabe ist zu Beginn homophob, ändert durch die Geschehnisse aber seine Einstellung zum Schwulsein. Homosexualität wird ok für ihn. Das passt.

fussballprofis schwulDie fetten Minuspunkte: Der Sechzehnjährige ist eine doofe Nuss und bleibt bis zur letzten Seite herzlich unsympathisch. Jegliche Motivation zum Handeln ist aufgesetzt, eine Plattitüde jagt die nächste. Und die Auflösung der Krimihandlung? Nein, ich sag jetzt nix (Spoilergefahr!), vielleicht will es ja doch noch jemand lesen. Aber ich war enttäuscht.


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Kommentare:

Hans-Georg hat gesagt…

Den Lesebericht hast du ja nett illustriert.

Rich Rubin hat gesagt…

freut mich, freude bereitet zu haben. :>

FritzFix hat gesagt…

16 und doof? Ist doch realistisch...:-)

Rich Rubin hat gesagt…

stimmt. gehört wohl zu diesem lebensabschnitt dazu.

leider bleibt er bis zum ende des krimis doof.

Melzer hat gesagt…

Ich werde es nicht lesen,
doof geht ja zur Not noch, wenn er nett aussieht, aber herzlich unsymphatisch, das geht zu weit.

Mir haben deine Literaturempfehlungen immer zugesagt, lieber Rich - wie habe ich mich über die Liebeserklärung an die Literatur und an die Queen gefreut.

Rich Rubin hat gesagt…

ja, es reicht, dass ich es gelesen habe. :>