Dienstag, 7. April 2009

Zarte Effeminierung

sean penn schwul james francoSonntag Abend ist Kinodienstag. Mein Arzt und ich sehen in vertrautem Schwesternkreis Milk von Gus van Sant. Für jeden von uns ist was dabei: Sean Penn, Josh Brolin und für die meisten James Franco.

Harvey Milk war der erste offen schwul lebende Politiker, der in ein Amt gewählt wurde. Regisseur Gus van Sant zeigt das Leben dieses großen Mannes unaufgeregt in dokumentarischer Distanz. Lassen wir uns von den lustigen 70er-Kostümen, Schnauzbärten und Afro-Looks aber nicht täuschen! Van Sant und sein Drehbuchautor Dustin Lance Black führen uns deutlich vor Augen, dass die die schwule Bürgerrechtsbewegung auch heute noch nicht ihr Ziel erreicht hat. Eine geschickte Spiegelung der Gegenwart in der Geschichte. Deshalb eignet sich der Film als Aufklärungsfilm in Schulen.



Sean Penns subtile Performance eines schwulen Mannes ist großartig. Er spielt die zarteste Effeminierung, seit Schwule auf Zelluloid gebannt werden. An alle Freunde des Straight-Actings: Sean Penn zeigt liebevoll die Tunte in uns allen. Und dass James Franco nicht nur nackt im Pool eine gute Figur macht, soll der Ordnung halber auch erwähnt werden. Was für ein sexy Schnauzbart (sorry, Antiteilchen).

james franco schwul sean pennDie jungen Schwestern in unserer Runde wissen nicht, wer Harvey Milk ist. Das ist ok für mich, bin ich doch auch ein großer Fan gepflegter Halbbildung. So kommt aber der abrupte Tod des Politikers echt überraschend für die Jungs. Deshalb eignet sich der Film besonders gut als Aufklärungsfilm in Schwesternkreisen.


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Kommentare:

Sheila Wolf hat gesagt…

WOW.. welch Zufall... A) interessanter Blog, den kiek ick mir mal in Ruhe an, B) ick war auch am Sonntag bei Harvey Milk und fand den Film wundervoll, vor allem Sean Penn und C) viel Spaß bei Romy - es ist der Hammer !!!!

Rich Rubin hat gesagt…

o vielen dank für die blumen.