Montag, 27. April 2009

Die Liebe zum gleichen Geschlecht – Spiegel TV

Mein Arzt und ich schauen Coming out: Die Liebe zum gleichen Geschlecht“ bei Spiegel TV. Zwei verliebte Frauen in Berlin, ein Schwabe, der mit seinem Freund dessen drei Kinder aufzieht, eine junge Lesbe, die sich in der Schule outet, ein Polizist mit gezupften Augenbrauen als Hobbyjäger, ein schwules und ein lesbisches Paar in Hamburg, die gemeinsam Kinder zeugen und eine Familie mit 2 Müttern und 2 Vätern sind.

schwule regenbogenfamilie
Wir hören lustige Sachen.

  • Der Polizist muss beim Duschen den ängstlichen Kollegen beruhigen: „Kannst die Seife ruhig fallen lassen.“ (Woher beziehen Heteromänner bloß immer ihre Vergewaltigungs phantasienängste???)
  • Die Bezeichnung „Mädchenschwuler“ ist uns neu, rangiert als Kosename in unserem Haushalt seitdem aber ganz oben.
  • Und natürlich die Frage: Wer kocht, wer wäscht?

Bald wird in dieser feinen Reportage deutlich: Das einzige, was diese Menschen verbindet ist die Homosexualität. Mehr aber auch nicht. Mein Arzt und ich haben mit den meisten der gezeigten Schwulen so viel gemeinsam wie ein Fischerl mit einem Fahrrad.

Dennoch ist bei allen etwas ähnlich:

verliebte lesben
  • Nicht geoutet zu sein, kostet Kraft. Am Arbeitsplatz geht das laut Studien sogar auf Kosten der Produktivität.
  • Mit einem Outing ist es nicht getan. Mit jedem neuen Kontakt, muss man abwägen, ob es sinnvoll ist, sich zu outen oder nicht. Und wenn es nur das Händchen halten auf der Straße ist. Selbstverständlich ist da nix.
Deshalb mal die Grundlagen für die Selbstverständlichkeit schaffen. Die vollständige Gleichstellung mit Heterosexuellen (Ehe, Adoption) ist das Gebot der Stunde. Erst die Gleichstellung entzieht jeder homophoben Attacke die Grundlage. Auf den Punkt bringt das der 17-jährige James Neily:

james neily schwul„Ohne die rechtliche Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe sind die Schulkollegen, die mich während des Turnunterrichts im Umkleideraum schikanierten, geradezu ermutigt zu glauben, meine sexuelle Orientierung bedeutet, dass ich andersartig, falsch und weniger Wert bin.“

Klingt logisch, oder?


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