Freitag, 12. Dezember 2008

Ich hab fertig – Ich und Kaminski

daniel_kehlmann_schwulIm Roman Ich und Kaminski von Daniel Kehlmann plant ein selbstverliebter Autor auf Biegen und Brechen eine Biographie über einen weltbekannten, alten und blinden Maler zu schreiben. Er entführt den Maler sogar und findet sich mit ihm on the road von Süddeutschland bis an die Nordsee und erwartungsgemäß auch auf dem Weg zur Selbsterkenntnis.

Sehr gut geschrieben, oft auch witzig. Kehlmann verwendet wenige Striche, schon sind Personen, Haltungen und Situationen klar. Aber der Protagonist ist halt ein blasierter Vollkoffer. Sein Schicksal berührt mich gar nicht, deshalb kämpfe ich mich Seite um Seite weiter. Aber nur, weil der Roman handwerklich sehr gut geschrieben ist.

scarlett-o-hara-schwulVielleicht ist mir der Roman zu wenig schwul? Obwohl: Kann ein Roman zu wenig schwul sein, wenn die Hauptfigur auf der letzten Seite denkt, morgen sei auch noch ein Tag?

Wir sagen: Eigentlich nicht.


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Kommentare:

cats hat gesagt…

Servus Spatzerl! Ich hoff, Dir geht's gut und die Jobkrise ist immer noch eine "ich-seh's-als-Chance"-Geschichte. Wegen Kaminski und ich: Ging mir genauso. Ich musste ganz schön kämpfen, weil der Typ so ein Vollidiot ist. Freu mich schon darauf, was Du über "Sexy" sagst - Daniela ist ja ein Riesenfan von Joyce Carol Oates. Denk an Dich und hab Dich lieb,
Bussals

Rich Rubin hat gesagt…

die liebe cats! bist neben weißbier und weißwürschten eines der appetitlichsten happerln in münchen. :>

sexy hab ich auch schon fertig:
http://jausen-station.blogspot.com/2008/09/ich-hab-fertig-sexy.html