Freitag, 17. Oktober 2008

Unfall. Promille. Petzner.

In Österreich grassiert der Lady-Di-Effekt. Durch den Unfalltod von Jörg Haider unsanft an die eigene Sterblichkeit erinnert, kompensiert man sich zwischen Bodensee und Burgenland eine ungustiöse Heldenverehrung zusammen. Aus Angst pietätlos auf die Öffentlichkeit zu wirken, überschlagen sich die offiziellen Stellen gerade, das unerträgliche Wirken des Politikers Haider (lügen und verhetzen) beschönigend darzustellen.

Tinky Winky vom ehemals schwulsten Mobilfunker Österreichs beobachtet auch noch weitere Details:

Jörg Haiders Sprecher, Intimus und Nachfolger, Stefan Petzner, spricht in den österreichischen Medien häufig über das Ableben seines „Lebensmenschen“. Petzner vergisst dabei, dass der Begriff "Lebensmensch" vom Schriftsteller Thomas Bernhard geprägt wurde. Dieser war einst Ziel einer menschenverachtenden Hetzkampagne von Jörg Haider.

Petzner wird nicht müde zu erzählen, dass er sich vor der Todesfahrt in Haiders Phaeton gesetzt hat, um sich erst eine halbe Stunde später von ihm zu verabschieden. Aber dass niemand nachfragt, was die zwei nach Mitternacht im Auto beredet haben, wundert schon. Bedenkt man, dass mit 1,8 Promille nicht mehr viel mit Reden gewesen sein kann.

Sieht man beim Trauergottesdienst die vier um Haider trauernden Frauen (Mutter, Ehefrau und Töchter) mit versteinerten Gesichtern neben dem schluchzenden Petzner, dann drängt sich der Titel „Buberlwitwe“ förmlich auf.


Danke für diese Beobachtungen, Tinky Winky.


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