Samstag, 13. September 2008

Irma la Douce

irma-la-douce-schwul
Kennst du mich, weißt du, dass ich kein leidenschaftlicher Freund des Musicals bin. Meist knödelt sich ein hübscher Tenor durch eine seichte Kaugummi-Story garniert mit Recycling-Tralala. Drum frage nicht, wieso ich plötzlich mit meinem Arzt Das Mädchen Irma la Douce in der tribuene am Ernst-Reuter-Platz besuche. Nenn' das Motiv einfach Freundschaft. In Charlottenburg, mitten unter Menschen, die ich mir vorurteilsbehaftet als typisches Charlottenburger Publikum vorstelle.

irma-la-douce-schwulJedoch: Schon bald komme ich in den Rhythmus dieser Aufführung. Einfache Bühne, aber phantasievolle Effekte. Als die Musical-Jungs nur in weißen Unterhosen über die Bretter wirbeln, bin auch ich ganz dabei (so einfach bin ich). Und genieße bei kurzweiliger Regie und Choreographie die gar nicht so unkomplexe Geschichte über wahre Gefühle, käuflichen Sex, Armut und Eifersucht. Mitten drin ein echter Star: Cool, aber auch anrührend erzählt Katharine Mehrling die Erotik und Tragik der Irma la Douce.

Ein angenehmer Abend. Mehr als ein Freundschaftsdienst.


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Kommentare:

Your Mother hat gesagt…

Tatsächlich, sehr einfach.. Das sind ja nichtmal schöne Schlüpfer..

Musicals an sich kann ich aber nur wämrstens empfehlen. Als mich meine Mutter mit zu Cats geschleift hat, kam ich mir vor dem großen Abend ganz Klischee vor, aber seit Cats bin ich für jedes Musical zu haben. Kurzweiliges mit viel Gesinge ist doch schön :)

Rich Rubin hat gesagt…

ok ok, ich geh es aber langsam an. das nächste musical kommt erst im nächsten quartal dran.
:>