Donnerstag, 1. Mai 2008

Sarkasmus goes Camp

christoph marti schwulMein Arzt, Tanja und ich sehen „American Dreams“ im Berliner Admiralspalast. Unser Liebling Christoph Marti, aka Ursli Pfister, singt Randy Newman. Was für eine reizvolle Begegnung! Es treffen die satirischen Songs des amerikanischen Liedermachers auf die glamouröse Interpretation à la Geschwister Pfister. Sarkasmus goes Camp. Mit dabei 3 atemberaubende Background-Damen (unter anderem Frau Lada Kummer aus Prag, die in einem Gartencenter wohnte). Alles im feschen Licht auf blitzweißer Showtreppe.
Wermutstropfen: Zwischen den Songs erzählt Christoph Marti zwar deftig amüsant von seinem Aufenthalt als Exchange Student in den USA, aber leider bleibt diese Reise für den Zuschauer eine unvollständige Bildung des Herzens. Weil der dramaturgische Abschluss fehlt, degradiert sich der Abend selbst zu einer bloßen Nummernrevue. Schade.


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Kommentare:

Danny hat gesagt…

Ich muss mich mal outen:
Ich lese hier regelmäßig und nun habe ich da mal eine Frage:Warum sind Deine "jpg" alle schwul?

lautsprecher hat gesagt…

Dann muss ich ja kein schlechtes Gewissen haben, weil ich bei meinem letzten Berlin-Aufenthalt am Wochenende nicht im Admiralspalast war. Da war ich eh noch nie.
Kürzlich schaute ich mir aber im Maxim Gorki Studio "Gehen wir, der Wagen wartet" an, unter anderem mit Fritzi Haberlandt. War gut. (Nur mal so.)

Rich Rubin hat gesagt…

hi danny, das freut mich, dass du öfter einkehrst. zu deiner frage: die jausenstation ist auch brutales testgelände für search engine optimization. google steht auf eindeutig einschlägiges. deshalb wird hier jeder, jeder und jedes schwul etikettiert. auch wenn er bruce springsteen hieße.

hi stef, nur hartgesottene ursli fans haben nichts versäumt (bin so einer).
danke für den tipp. ist vorgemerkt.

Anonym hat gesagt…

Der Eine hält es für 'ne Nummernrevue, der Andere (sprich: Menschen, wie ich, oder die hartgesottenen Marti-Anhänger) schaut sich den Amerikanischen Traum sogar zweimal an.

Und ich muss sagen: auch vor kleinem Publikum und nicht vor den Berliner Fans, die ja so eine Art Südkurve der Geschwister Pfister darstellen, läuft das Programm, um nicht zu sagen, wird sogar noch besser...

In München geb' ich mir den Abend nochmal, nicht zuletzt, um das süddeutsche Echo zu hören. Also ich finde den Traum sehen- und hörenswert, was übrigens auch für die CD gilt.

Vielleicht denkt jetzt einer: "Thank you for judging!"

Rich Rubin hat gesagt…

guten morgen anonym, danke für deine einschätzung des abends. wir 2 teilen das gleiche schicksal: wir sind hartgesottene marti-anhänger. ich halte ihn für einen der herausragendsten künstler-persönlichkeiten, die ich jemals auf einer bühne gesehen habe (and i have seen them all, honey :)
schön zu hören, dass sich der abend mit den großartigen interpretationen der songs weiterentwickelt, dass marti in seinen zwischenmoderationen lose enden zusammenführt und ein paar dramaturgische fehler ausmerzt und so eine runde sache daraus wird.

kann mir auch vorstellen, dass ich so den abend auch wieder anschaue. vielleicht sehen wir uns da?