Freitag, 30. November 2007

Und es wird richtig hart

tinky winky schwulDer Tinky Winky vom schwulsten Mobilfunker Österreichs hat mir eine Geschichte ins Ohr geflüstert.

Tinky Winky ist seit kurzem aggressiver Nichtraucher und dadurch Mehresser. Deshalb hat er sich in ein Fitnessstudio eingeschrieben. Erste Trainerstunde, erste Frage: Wann hattest du zum letzen Mal Sport? Tinky Winky antwortete: Vor 10 Jahren auf der Uni. Darauf schnappte der Trainer nach Luft, er könne das nicht glauben. Er sagte: Ich hätte dich nicht für älter als 25 geschätzt. Tinky Winky notierte 1:0 für den Trainer.

Der Trainer setzte aber noch was drauf. Als er Tinky Winky die Geräte erklärte, stellte sich Tinky Winky besonders dumm und fragte: welchen Teil meines Körpers trainiere ich damit? Der Trainer lüpfte sein Shirt und meinte: Das hier. Und es wird richtig hart. Willst es berühren? Und Tinky Winky tat es. Geendet hat die erste Trainerstunde gemeinsam in der Dusche.

Aber da hörte Tinky Winky auf, mir die Geschichte ins Ohr zu flüstern. Kein Flehen half, kein Drohen und auch kein Geld: Tinky Winkie ist ein Gentleman und schweigt. Danke für diese Geschichte, Tinky Winkie.


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Dienstag, 27. November 2007

Für immer auf meiner Netzhaut

tom cruise schwul
Tom Cruise genießt bei mir Narrenfreiheit. Auch wenn ich Tom für einen Schauspieler mit endend wollenden Fähigkeiten halte, ich kann ihm einfach nicht böse sein. Warum erklärt vielleicht diese Szene aus Risky Business . Sie hat sich 1983 mit dieser weißen Unterhose für immer auf meiner Netzhaut eingebrannt:



Mit meinem freundlichen Kollegen Juan und seinem Stefan hab ich Tom Cruise in Von Löwen und Lämmern gesehen. Bemerkenswerter Film. Der so genannte Krieg gegen den Terror liefert die Folie für ein großes Ideendrama, das überwiegend aus zwei Dialog-Duellen besteht. Journalistin gegen Politiker. Student gegen Professor. Jeweils mit feiner Klinge geführt. Missing Link zwischen beiden Gesprächen sind dramatische Szenen mit zwei US -Soldaten, die in Afghanistan in einen Hinterhalt geraten. Hier kollidieren die Thesen aus den Gesprächen brutal mit der Realität. Auch dabei: die herzzerreißende Geschichte einer Freundschaft.

Wofür stehst du ein? Mit dieser Frage werden wir aus dem Film entlassen.

Davor liefert Meryl Streep grandios mit geringem Aufwand höchsten Effekt. Ihre zwischen Ethos und Pragmatismus zerrissene Journalistin sehe ich gerne. Außerdem gibt es noch den Twinkie Andrew Garfield zu entdecken. Der macht als Sparringpartner von Robert Redford richtig gute Figur. Zu meiner Überraschung hat aber auch Tom Cruise mit seiner Rolle Chancen auf einen Oscar. Weil er überzeugend einen schlechten Schauspieler darstellt. Sehr authentisch.


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Sonntag, 25. November 2007

Jumpin' Grannies

Natürlich ist München noch the most livable city in the world. Obwohl wir erfahren mussten, dass dem Brûlé Tyler sein Boyfriend zufällig ein... Münchner ist. Ob das die Wertung im Monocle beeinflusst hat? Naja. Die „Miss World“ unter den Städten versprüht dennoch den sympathischen Charme einer regionalen Schönheitskönigin . Deshalb genießen wir unsere Zeit in München.
Manche Umstellungen von Wien auf München fallen mir dennoch schwer. Stehe ich an einer U-Bahn-Tür vor dem Aussteigen, greife ich heute noch ins Leere. In den Wiener Waggons befinden sich dort seitlich Haltegriffe.
Und sind wir schon in der U-Bahn, dann darf ich ein bisserl motschkern : Die Taktung der U-Bahnen in München erinnert an Bummelzüge . Selbst während der Rush hour sind 12 Minuten Wartezeit keine Seltenheit. Häufig hetzen Menschen über den Bahnsteig hinter davon fahrenden U-Bahnen hinterher. Wien ist entspannter. Die nächste kommt bestimmt in zwei oder vier Minuten. Muss man einmal sechs Minuten warten, grantelt der Wiener zurecht.
Auch die Geschwindigkeit der Wiener Rolltreppen ist flotter. Da peitscht einem schon mal der Fahrtwind ins Gesicht. Besonders gern beobachte ich in Wien die „Jumpin' Grannies“: Ältere Damen fahren in Wien äußerst konzentriert Rolltreppe, weil sie den Übergang von Rolltreppe zum Fußboden wegen des Karachos nur mit einem Sprung meistern können.


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Dienstag, 20. November 2007

Koffein

Mein Arzt meint es ja nur gut mit mir. Vor dem Sport fragt er, ob ich nicht auch einen Kaffee haben will. Er würde ihn sehr gern für mich zubereiten. Da sollte ich misstrauisch werden. Naiv freue ich mich und bestelle einen Caffè Latte. Mein Arzt serviert ihn pipifein , der Kaffee schmeckt ausgezeichnet.
Aber kaum bin ich beim Sport, muss ich die Wände hoch gehen. Ich steh wie eine eins. Es ist eine Überdosis Koffein. Ich beschwere mich über Herzrasen, Angstschweiß, Beklemmungsgefühle und dass mein Arzt wider besseres Wissen den Kaffee wieder zu stark für mich gebraut hat. Er als Koffein-Junkie braucht halt höhere Dosierungen. Und er wiegelt auch noch ab: Versuche es für dich positiv zu kanalisieren. Tu ich ja! Ich kanalisiere in Zorn! Und während ich zwischen all den Elixia-Huscherln meine Hanteln stemme, geht mir das Lied nicht aus dem Kopf, das Jeanne Moreau in Fassbinders Querelle singt:

Yet each man kills the thing he loves, from all let this be heard.
Some does it with a bitter look, some with a flattering word.
The coward does it with a kiss, the brave man with the sword.

Der Text ist von Oscar Wilde. Hätte der meinen Arzt gekannt, Jeanne hätte auch noch von Koffein gesungen.


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Montag, 5. November 2007

Flotte Biene


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Sonntag, 4. November 2007

Toy Boys

Man sollte entweder ein Kunstwerk sein, oder eines tragen. Sagt Oscar Wilde. Mit ihrer Frisur erfüllt diese Frau auch letzteres: Amy Winehouse bei uns auf Powerplay. Mein Arzt und ich können uns auf sie einigen. So verhindere ich, dass ständig „The Editors“ in unserer Datscha über den Dächern des Westends weinen.

Was tut eigentlich der Ehemann von Amy Winehouse? Meist ist bei Blake Fielder-Civil von blutgetränkten Schuhen, Kratzspuren und aufgerissenen Knien die Rede. Und von Drogen. Wie die Toy Boys , die an der Seite von Paris Hilton ins Rampenlicht drängen, scheint er nur einen Zweck zu erfüllen. Den muss Blake aber ganz gut drauf haben. Ein Drohn , von dem nicht nur brave Bienchen gelegentlich träumen. Amy sagt: "Blake is the best man in the world. We would never ever harm each other." Wahrscheinlich kann sie deshalb auch diese Lieder singen:


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