Dienstag, 31. Juli 2007

D’oh!

Nichts ahnend recherchiere ich in der Online Marketing Welt. Wo gibt es coole virale Kampagnen? Dabei treffe ich auf etwas Feines von Burger King. Aha, die machen was zum Start des Simpson-Films.

Plötzlich ein Flash: Rich Rubin wurde simpsonized! Ich bin gelb und grüße aus Springfield. Wer sich dieser Gefahr nicht aussetzen möchte, meidet simpsonizeme.com.

Mein Arzt findet, dass ich mir gar nicht ähnlich sehe. D’oh, beauty is in the eye of the beholder!


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Montag, 30. Juli 2007

Rita, Rita!

Fast weine ich im Urlaub. Mein Arzt und ich mieten eine Finca auf Mallorca. Mit dabei sind Tanja, die Zwetschke Leo und die drei M & Ms. Weil die Erwachsenen in diversen Redaktionen arbeiten, liegt plötzlich ein unverkäufliches Rezensionsexemplar von Ian McEwans neuem Roman auf den Liegen neben dem Pool. Frisch gefladert aus der Redaktion einer österreichischen Quälitätszeitung. Zu kaufen ist „Am Strand“ erst ab August. Und ich darf es als zweiter im Urlaub lesen!

Wir begleiten ein junges englisches Paar durch ihre Hochzeitsnacht im Jahr 1966. Beide sympathisch, attraktiv und gar nicht dumm. Wir freuen uns mit ihnen. Aber McEwan räumt uns ab. Kühl deckt er auf, dass die beiden in unterschiedlichen Filmen spielen. Der ganze Honigmond ein großes Missverständnis. Versehen mit einem Geheimnis, das es detektivisch zu enthüllen gilt. „Am Strand“ ist ein Page-Turner, bei dessen Ende ich fast weine. Unter einer Palme. Am Pool der Finca.

Dort findet auch eine unvergessliche Pool-Party am letzten Urlaubsabend statt. Davor erfreuen wir uns an frugalen Frühstücks-Sessions, lauschigen Strandbuchten, geil gegrillten Doraden und grandiosen Miradors. Dank Olaf können wir auch furchtbar mit unserem Zitronen-Duschgel und unserer Zitronen-Body-Lotion angeben.

Obwohl mit uns noch weitere 600.000 Touristen in insgesamt 900 Flugzeugen auf Mallorca landen, verteilt es sich dann doch ganz gut. Die Einheimischen? Sehr freundlich, sehr entspannt. Bis auf den Schafhirten, der laut rufend mit seinem Mofa um unsere Finca knattert: „Rita, Rita!“ Muss wohl der Name seines abgängigen Schafs sein. In seiner Stimme klingt beunruhigend viel Sehnsucht.


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Freitag, 13. Juli 2007

Socken-Memory

Sind Sie ein Piratendoktor? Das fragte ein kleiner Patient, weil auf den Socken meines Arztes ein Totenkopf zu sehen war. Wie kommt's?
Ein urbaner Mann besitzt 12 Paar schwarze Socken. Was ergeben dann zwei Männer in einer Partnerschaft? 24 Paar schwarze Socken. Mindestens. Und jetzt stell dir das Ende eines Waschtags vor. 48 Socken suchen jeweils ihr Gegenstück. Was für ein Tschoch beim Zusammenlegen!
Deshalb tragen wir schwarze H&M Socken aus Portugal, garantiert ohne Kinderarbeit produziert. Die haben unterschiedliche Motive. Jeder trägt alles: die Ampel, den Bullterrier, den Totenkopf mit gekreuzten Säbeln, das „Achtung-Radioaktiv“-Zeichen, das Skelett, die drei Würfel, den Totenkopf mit der Rose zwischen den Zähnen und vieles mehr. Ideal fürs Socken-Memory. Damit ist das Socken Zusammenlegen eine Gaudi! Der Spaß hört sich nur auf, wenn sich einer von uns beiden ein bestimmtes Paar zum Tragen reserviert. Sehr beliebt ist das Paar mit der Aufschrift: Rich, cool and smart!


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Mittwoch, 11. Juli 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend laufe ich vom Marienplatz zum Stachus. Hab doch keine Gewehre für die zwei Gschrappen gekauft, die mit meinem Arzt und mir die Finca auf Mallorca bewohnen werden. Zu teuer, zu schwer, krieg ich nie als Handgepäck durch. Aber dafür haben wir jetzt Handseife zuhause, die nach Rosmarin und Minze riecht.

Es geschieht auf Höhe von St. Michael: Celebrity Clash! Er kommt mir unter den vielen Passanten entgegen und schaut dicker aus als im Fernsehen. Ich bin mir nicht sicher, ob er es ist. Starre ihn deshalb zu lang an. Er dreht sich grantelnd ab. Hätte dich eh nicht angesprochen, grumpy old man!
rolf schimpf schwul


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Sonntag, 8. Juli 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend joggen mein freundlicher Kollege Gerhard und ich am Starnberger See entlang. Wir versüßen uns gegenseitig die Strohwitwer-Zeit. Mein Arzt hat Wochenend-Dienst, seine Frau kraxelt auf Korsikas Bergen. Es geschieht zwischen Berg und Leoni: Celebrity Clash!

Er wirkt inkognito mit schwarzer Sonnenbrille, schiebt einen Kinderwagen (die Tochter ist sechs Monate alt) und sperrt für sich und zwei Frauen ein privates Seegrundstück auf. Gerhard sagt: Oliver Bierhoff . Ich sag: Celebrity Clash. Gerhard sagt: Was für sonderbare Badeshorts er trägt. Ich sag: Weiß mit roten Rosen drauf? Und was Schwarzes, sagt Gerhard.oliver bierhoff schwulWir laufen am Kreuz vorbei, wo König Ludwig II. im seichten Uferwasser starb, baden nur kurz im kalten See, plaudern über Gerhards Zehen und dann kauft er mir ein Mövenpick Madagaskar Vanille Papaya Eis.


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Samstag, 7. Juli 2007

Operettenfreie Zone

Nicht, dass es meinem Arzt und mir abgeht, aber in deutschen Nachrichtensendungen fehlt das Operettige. Tagesschau, Heute-Journal, Tagesthemen: fast operettenfreie Zone. In diesen Sendungen ist das Operettige zwar vorhanden, es kommt auch ins Bild, aber nie zu Wort. Beispiel EU-Berichterstattung. Das Operettige streicht seine Bluse glatt und lächelt. Es richtet sich seine Frisur und lächelt. Es zupft sich am Halstuch und lächelt. Es schaut voll konzentriert jemanden oder irgendwas an, lächelt nicht, ist aber erkennbar in der Startposition, um zu lächeln. Und lächelt, sobald es die laufende Kamera bemerkt. Aber es wird nie interviewt. Wer jetzt noch nicht weiß, was das Operettige ist, klickt sich hier weiter, nolite timere! Hardcorefans gehen sogar noch einen Klick weiter.


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