Sonntag, 30. Dezember 2007

Britney Spears

Die Britney Spears begegnet mir schon das ganze Wochenende. Rückblicke 2007 kommen um sie nicht herum: Scheidung, Glatze, ohne Slip, Drogen, Rehab, Entzug des Sorgerechts.
Ohne Krise kein Pop, sag ich.

britney_spears_paris
Das Magazin der Süddeutschen beantwortet kurios die Frage, was mit Britneys abgeschorenen Haaren passiert ist. Die Frisörin wollte sie bei ebay zum Mindestgebot von einer Million Dollar versteigern. Wurde dann aber von ebay entfernt, weil tausende Trittbrettfahrer ebenfalls Haare von Britney Spears anboten. Dumm gelaufen mit der Glatze.

Für die taz ist Britney Spears jetzt interessant, weil sie sich mit ihren Verpeilungen 2007 in eine ganz neue Liga katapultiert. Die der interessanten Frauen. Außerdem erfahren wir, warum ihr Paris Hilton weder das Höschen noch das Wasser reichen kann.

Der Bruder von hoch21 vertauscht Rammstein mit Britney Spears “Piece Of Me” in Endlosschleife. Auch mein Arzt sagt schmerzfrei: Britney Spears holt sich, was Geld an guten Produzenten kaufen kann. Das passt schon. Und Gauss würde sie trotz eines Viertelkilos Kokain knattern. Süß, die Heteros.

Jüngster Skandal: Britneys 16jährige Schwester Jamie Lynn ist schwanger. Stylebitch entdeckte die exklusive Stellungnahme der Minderjährigen. Bemerkenswert: Britney Spears wirkt in diesen Aufnahmen einiges jünger als Jamie Lynn.


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Donnerstag, 27. Dezember 2007

Glatt wie ein Pfirsich

Es ist Bestimmung. Der Vorsehung entkomme ich nicht, denn am Tag meiner Geburt tanzte die Welt gschmeidig zu dieser Nummer 1 in der Hitparade:

Und wie Samson von Delilah seiner kraftspendenden Haare beraubt wurde, ging ich vor einer Woche ebenfalls meines letzten Haupthaares verlustig. Jetzt kahl. Hoffte ich stets auf den süßlichen Persis Khambatta Effekt, konstatiere ich nun nüchtern: Schmirgelpapier 100-180. Aber mein Arzt streichelt mein Kopferl zur Zeit mit viel Liebe pfirsichglatt. Das ist nur das viele Testosteron, sagt er.

Übrigens. Als mein Arzt auf die Welt kam, lauschte diese gerade verzückt der Hymne aller Fernfahrer:

Was war bei dir grad Nummer 1?


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Was mich immer wieder wundert

Jedes Mal das Gleiche. Meist ist es 22.43 Uhr. Die Tagesthemen sind zu Ende. Kameraschwenk nach rechts und ich sehe hinter das Pult der Sprecher. Sie stehen ja während der Arbeit. Prompt passiert es wieder: Holla, die Waldfee, denke ich mir, der Marc Bator ist aber größer, als ich vermutet hätte. Jedes Mal das Gleiche.


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Freitag, 21. Dezember 2007

Süßer die Glocken nie klingen

Eine kleine Weihnachtselfe flüsterte mir was Beschauliches ins Ohr. Auf der Weihnachtsfeier von Pro Sieben Sat 1 in München sagte Senna von Monrose:

Ich wünsche Euch scheißgeile Weihnachten
und kauft unsere fucking CD!

Besinnlich vertriebsorientiert, das mögen wir.


Joyce, danke für das Arschgeweih Elchgeweih.


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Donnerstag, 20. Dezember 2007

Hammam

penhaligons_hammam_bouquet_Eklat beim Einkauf! Das Parfum meines Vertrauens ist nicht mehr erhältlich: Hammam Bouquet von Penhaligon’s. Nix mehr nach Lavendel, Rosen, Zedernholz und Ambra duften. Nix mehr das Apothekerflascherl mit dem bochenen Mascherl im Badezimmer herumstehen haben. Nix mehr sorglos Parfum nachkaufen. Ist mein jetziges Flascherl leer, hab ich nach langer Zeit wieder die Qual der Wahl. Und dann passiert auch noch das:

Szenen einer Ehe

Ich sprüh mir grad im Bad das Hammam auf, kommt mein Arzt rein und sagt: Was riecht hier? Mein Parfum, sag ich. Meint er: Lass mich offen reden, das riecht nicht gut. Ich schnappe nach Luft und sag: Ich liebe dich für deine Ehrlichkeit, aber du musst wissen, ich verwende das Parfum seit sieben Jahren. Habe ich eigentlich freie Arztwahl?

Jetzt weiß ich, dass auch Ärzte schreien, wenn sie überraschend kalt abgeduscht werden.

arzt_in_badewanne


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Dienstag, 18. Dezember 2007

Eisbären und Strick-Hauberl

nicole_kidman
Dienstag ist Kinodienstag. Mit meinem freundlichen Kollegen Juan. Special Guest: sein Stefan. Wir sehen Der goldene Kompass mit Nicole Kidman und Daniel Craig.

Mädchen ist von der Prophezeiung ausersehen, die Welt zu retten. Vor dem Imperium, der Matrix, dem dunklen Herrscher, dem Magisterium, einer Macht, die den freien Willen einschränken will. Nix neues also, nur ein kurzweiliger SFX-Kampf zwischen Eisbären. Trailer anschauen reicht, denn die Geschichte wird nicht einmal zu Ende erzählt. Weil: wenn Box Office Hit, dann Sequel. Eins mindestens.

3 Learnings

  • Nicole ist wunderschön und wunderschön böse. Trotz sichtbarer Alterserscheinungen: Ihre Lippen vergrößerten sich.
  • Strick-Häkel-Hauberl sind oft im Film zu sehen und zur Zeit ein Must Have. Gut, dass wir unseren vier kleinen Weststeirern zu Weihnachten welche schenken.
  • Wann kommt endlich der nächste Bond-Film raus?

daniel_craig


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Samstag, 15. Dezember 2007

Beckham in wenig Emporio Armani


Sehe ich David Beckham als Unterhosen-Model von Emporio Armani, dann kommt mir gleich... Marlon Brando in den Sinn.

Der spielte in „Endstation Sehnsucht“ den Kowalski, eine der geilsten Schnitten der Theater-Literatur. Eine Anekdote besagt, dass Brando vor jedem Auftritt den kleinen Marlon mittels Reibung versteifte, um die sexuelle Energie seiner Rolle authentischer darzustellen.

Sehe ich David Beckham als Unterhosen-Model, dann frage ich mich: Was hat Beckham gemacht, knapp bevor der Fotograf abdrückte?

Marlon Brando meint dazu:


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Mittwoch, 12. Dezember 2007

Schwarz-Weiß Kino in Farbe

american_gangster_schwulDienstag ist Kinodienstag. Immer mit meinem freundlichen Kollegen Juan . Diesmal als Special Guest: Mein Arzt. Wir sehen American Gangster mit Denzel Washington und Russel Crowe .

Schönes Schwarz-Weiß Kino in Farbe. Mafia-Assistent kommt durch originellen Vertriebs- und Vermarktungsansatz von Heroin zu großem Reichtum im korrupten New York der 70er. Die beiden Hauptdarsteller spielen spannend auf amerikanisches Sittenbild und "wir sind zwei ehrenwerte Männer, nur auf verschiedenen Seiten des Gesetzes".

Unser Learning: Auch als Afro-Amerikaner hast du den Scherm auf , wenn dich dein Mafia-Ehrenkodex dazu zwingt, Familienmitglieder zu beschäftigen.

Kein Mädchenfilm.


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Dienstag, 4. Dezember 2007

Ich habe fertig- Ein hinreißender Schrotthändler

arnold stadler schwul'Eines Morgens Anfang Mai stand ein junger Mann in einer Adidas-Hose mit schwarz-rot-goldenen Seitenstreifen und Fitneß-Equipmenttasche vor mir und fragte, ob ich ein Auto zum Ausschlachten hätte. Wo sollte ich so schnell einen alten Wagen herbekommen?'

Dieser hinreißende Schrotthändler ist ein erotischer Super-GAU. Er logiert sich im gleichnamigen Roman von Arnold Stadler sofort ein, wird vom Ehepaar des Hauses gleichermaßen begehrt und sogar adoptiert, um eine permanente Aufenthaltsberechtigung zu bekommen. Dann brennt er mit Frau und Geld durch.

Beschreibt der Roman im ersten Teil witzigst die langjährige Ehe als grandiose Akkumulation von Missverständnissen, Bosheiten und raffiniert gelebter Einsamkeit zu zweit, begleitet der Leser den Erzähler im zweiten Teil zu den Orten seiner Kindheit. Und was davon übrig blieb. Ein Buch für Berufsjugendliche, die erfahren wollen, wie sie versehentlich doch erwachsen geworden sind.

Arnold Stadler arbeitet sich an seinen Themen ab: Sehnsucht, die von einem Tag auf den anderen in Nostalgie umschlägt. Und locker nebenbei Bisexualität (sagt der kleine Psychologie Heute Leser in mir). Ich mag Arnold Stadler , weil er Bücher schreibt, in denen der Orgasmus knapp bevorsteht, aber es doch nie dazu kommt.

Gefragt wird der Erzähler, ob er einmal was mit einem Mann hatte: War was zwischen Euch? Nein, da war nichts mehr dazwischen. Wer mehr über diese eindeutige Indifferenz erfahren will, klickt auf das Cover.


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Freitag, 30. November 2007

Und es wird richtig hart

tinky winky schwulDer Tinky Winky vom schwulsten Mobilfunker Österreichs hat mir eine Geschichte ins Ohr geflüstert.

Tinky Winky ist seit kurzem aggressiver Nichtraucher und dadurch Mehresser. Deshalb hat er sich in ein Fitnessstudio eingeschrieben. Erste Trainerstunde, erste Frage: Wann hattest du zum letzen Mal Sport? Tinky Winky antwortete: Vor 10 Jahren auf der Uni. Darauf schnappte der Trainer nach Luft, er könne das nicht glauben. Er sagte: Ich hätte dich nicht für älter als 25 geschätzt. Tinky Winky notierte 1:0 für den Trainer.

Der Trainer setzte aber noch was drauf. Als er Tinky Winky die Geräte erklärte, stellte sich Tinky Winky besonders dumm und fragte: welchen Teil meines Körpers trainiere ich damit? Der Trainer lüpfte sein Shirt und meinte: Das hier. Und es wird richtig hart. Willst es berühren? Und Tinky Winky tat es. Geendet hat die erste Trainerstunde gemeinsam in der Dusche.

Aber da hörte Tinky Winky auf, mir die Geschichte ins Ohr zu flüstern. Kein Flehen half, kein Drohen und auch kein Geld: Tinky Winkie ist ein Gentleman und schweigt. Danke für diese Geschichte, Tinky Winkie.


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Dienstag, 27. November 2007

Für immer auf meiner Netzhaut

tom cruise schwul
Tom Cruise genießt bei mir Narrenfreiheit. Auch wenn ich Tom für einen Schauspieler mit endend wollenden Fähigkeiten halte, ich kann ihm einfach nicht böse sein. Warum erklärt vielleicht diese Szene aus Risky Business . Sie hat sich 1983 mit dieser weißen Unterhose für immer auf meiner Netzhaut eingebrannt:



Mit meinem freundlichen Kollegen Juan und seinem Stefan hab ich Tom Cruise in Von Löwen und Lämmern gesehen. Bemerkenswerter Film. Der so genannte Krieg gegen den Terror liefert die Folie für ein großes Ideendrama, das überwiegend aus zwei Dialog-Duellen besteht. Journalistin gegen Politiker. Student gegen Professor. Jeweils mit feiner Klinge geführt. Missing Link zwischen beiden Gesprächen sind dramatische Szenen mit zwei US -Soldaten, die in Afghanistan in einen Hinterhalt geraten. Hier kollidieren die Thesen aus den Gesprächen brutal mit der Realität. Auch dabei: die herzzerreißende Geschichte einer Freundschaft.

Wofür stehst du ein? Mit dieser Frage werden wir aus dem Film entlassen.

Davor liefert Meryl Streep grandios mit geringem Aufwand höchsten Effekt. Ihre zwischen Ethos und Pragmatismus zerrissene Journalistin sehe ich gerne. Außerdem gibt es noch den Twinkie Andrew Garfield zu entdecken. Der macht als Sparringpartner von Robert Redford richtig gute Figur. Zu meiner Überraschung hat aber auch Tom Cruise mit seiner Rolle Chancen auf einen Oscar. Weil er überzeugend einen schlechten Schauspieler darstellt. Sehr authentisch.


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Sonntag, 25. November 2007

Jumpin' Grannies

Natürlich ist München noch the most livable city in the world. Obwohl wir erfahren mussten, dass dem Brûlé Tyler sein Boyfriend zufällig ein... Münchner ist. Ob das die Wertung im Monocle beeinflusst hat? Naja. Die „Miss World“ unter den Städten versprüht dennoch den sympathischen Charme einer regionalen Schönheitskönigin . Deshalb genießen wir unsere Zeit in München.
Manche Umstellungen von Wien auf München fallen mir dennoch schwer. Stehe ich an einer U-Bahn-Tür vor dem Aussteigen, greife ich heute noch ins Leere. In den Wiener Waggons befinden sich dort seitlich Haltegriffe.
Und sind wir schon in der U-Bahn, dann darf ich ein bisserl motschkern : Die Taktung der U-Bahnen in München erinnert an Bummelzüge . Selbst während der Rush hour sind 12 Minuten Wartezeit keine Seltenheit. Häufig hetzen Menschen über den Bahnsteig hinter davon fahrenden U-Bahnen hinterher. Wien ist entspannter. Die nächste kommt bestimmt in zwei oder vier Minuten. Muss man einmal sechs Minuten warten, grantelt der Wiener zurecht.
Auch die Geschwindigkeit der Wiener Rolltreppen ist flotter. Da peitscht einem schon mal der Fahrtwind ins Gesicht. Besonders gern beobachte ich in Wien die „Jumpin' Grannies“: Ältere Damen fahren in Wien äußerst konzentriert Rolltreppe, weil sie den Übergang von Rolltreppe zum Fußboden wegen des Karachos nur mit einem Sprung meistern können.


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Dienstag, 20. November 2007

Koffein

Mein Arzt meint es ja nur gut mit mir. Vor dem Sport fragt er, ob ich nicht auch einen Kaffee haben will. Er würde ihn sehr gern für mich zubereiten. Da sollte ich misstrauisch werden. Naiv freue ich mich und bestelle einen Caffè Latte. Mein Arzt serviert ihn pipifein , der Kaffee schmeckt ausgezeichnet.
Aber kaum bin ich beim Sport, muss ich die Wände hoch gehen. Ich steh wie eine eins. Es ist eine Überdosis Koffein. Ich beschwere mich über Herzrasen, Angstschweiß, Beklemmungsgefühle und dass mein Arzt wider besseres Wissen den Kaffee wieder zu stark für mich gebraut hat. Er als Koffein-Junkie braucht halt höhere Dosierungen. Und er wiegelt auch noch ab: Versuche es für dich positiv zu kanalisieren. Tu ich ja! Ich kanalisiere in Zorn! Und während ich zwischen all den Elixia-Huscherln meine Hanteln stemme, geht mir das Lied nicht aus dem Kopf, das Jeanne Moreau in Fassbinders Querelle singt:

Yet each man kills the thing he loves, from all let this be heard.
Some does it with a bitter look, some with a flattering word.
The coward does it with a kiss, the brave man with the sword.

Der Text ist von Oscar Wilde. Hätte der meinen Arzt gekannt, Jeanne hätte auch noch von Koffein gesungen.


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Montag, 5. November 2007

Flotte Biene


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Sonntag, 4. November 2007

Toy Boys

Man sollte entweder ein Kunstwerk sein, oder eines tragen. Sagt Oscar Wilde. Mit ihrer Frisur erfüllt diese Frau auch letzteres: Amy Winehouse bei uns auf Powerplay. Mein Arzt und ich können uns auf sie einigen. So verhindere ich, dass ständig „The Editors“ in unserer Datscha über den Dächern des Westends weinen.

Was tut eigentlich der Ehemann von Amy Winehouse? Meist ist bei Blake Fielder-Civil von blutgetränkten Schuhen, Kratzspuren und aufgerissenen Knien die Rede. Und von Drogen. Wie die Toy Boys , die an der Seite von Paris Hilton ins Rampenlicht drängen, scheint er nur einen Zweck zu erfüllen. Den muss Blake aber ganz gut drauf haben. Ein Drohn , von dem nicht nur brave Bienchen gelegentlich träumen. Amy sagt: "Blake is the best man in the world. We would never ever harm each other." Wahrscheinlich kann sie deshalb auch diese Lieder singen:


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Samstag, 20. Oktober 2007

Ich habe eine Wassermelone getragen

Manchmal unterscheidet das kollektive Unbewusste nach Geschlecht, Alter oder sexueller Orientierung.

Starten wir den Feldversuch. Was verbinden Sie mit dem Satz „Ich habe eine Wassermelone getragen“? Männer sind ratlos. Aber in 8 von 10 Fällen ordnen Frauen in den 20ern den Satz korrekt zu. Zwei können zwar nichts damit anfangen, erklären aber instinktiv, dass sie Patrick Swayze hassen.

Nächster Versuch. „Fasten your seat belts, it's going to be a bumpy night!“ Heteros bleiben stumm. 90 % der urban-sozialisierten Homosexuellen, die nicht mit iPod-verstöpselten Ohren auf die Welt kamen, geben zwar auch keine Antwort, werfen sich aber in Positur, wiederholen den Satz und ordern danach mit tiefer Stimme einen Martini dry . Die restlichen 10 % können diesen Impuls gerade noch so unterdrücken, weil sie zur Zeit eine mühevolle „straight acting“-Phase durchleben.

Meinen Arzt lässt sowohl das Zitat aus „Dirty Dancing“, als auch das aus „All about Eve“ kalt. Ich muss aber nur erwähnen: "Bambis Mutter schläft nur!" Dann beginnt er sofort zu weinen.


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Montag, 8. Oktober 2007

Kristallkugel

Auf standard.at gab es einen coolen Chat mit Helmut Graupner (der ohne blaue Haare) über die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften in Österreich. Da tut sich endlich was.

Der User mans zelmerlöw fragte: In welchem Jahr hat Österreich die vollständige Gleichstellung?

Graupner antwortete: Dazu bräuchte ich eine Kristallkugel. Vielleicht nur so viel: von der Aufhebung der Todesstrafe für Homosexualität bis zur Aufhebung des Totalverbots dauerte es 184 Jahre. Von der Aufhebung des Totalverbots bis zur Beseitigung des letzten Antihomosexuellen Sonderstrafgesetztes 31 Jahre. Von der Beendigung der strafrechtlichen Diskriminierung bis zur Schaffung eines Schutzes von Homosexuellen gegen Diskriminierung nur mehr 2 Jahre. Sollte nächstes Jahr tatsächlich die eingetragene Partnerschaft eingeführt werden, dann hat es hiefür auch nur weiter 4 Jahre gebraucht. Wir dürfen also durchaus berechtigt hoffen, dass wir die vollständige Gleichstellung noch erleben werden.

Das stimmt mich hoffnungsfroh. Wer ist aber der mit den blauen Haaren?


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Sonntag, 7. Oktober 2007

Highway 1

Wale sehen wir keine am Weg von San Francisco nach Los Angeles . Aber einige Seeotter. Die liegen im Treibholz entspannt am Rücken und lassen sich von den Wellen schaukeln. Viele Surfer sehen wir. In Santa Cruz, San Simeon und Santa Barbara. Überall gilt: schön in der Reihe auf die Welle warten. Der erste Surfer auf der Welle darf sie dann auch reiten.

Im Aquarium von Monterey lerne ich, warum Fische in Schwärmen schwimmen. Nicht der Gedanke, der Hai wird schon den anderen Fisch im Schwarm schnappen, treibt sie zusammen. Schwimmt der Hai einfach mit offenem Maul durch den Schwarm, erwischt er keinen. Er muss sich auf einen Fisch im Schwarm konzentrieren. Was unmöglich ist. Wunderschön auch die Quallen dort.

Während mein Arzt den SUV lenkt, genießen der kleine Arzt und ich Big Sur im Licht des Vollmonds. Im Hearst Castle erfahren wir, dass auch Cary Grant und Randolph Scott gemeinsam zu Gast waren. Oh la la! In der Wildcat Lounge von Santa Barbara bezahlt der kleine Arzt bei der Gay Prom Night keinen Eintritt, weil der Türsteher vom Spiel seiner Augenbrauen so angetan ist. In Malibu kaufen wir bei Ralph's ein, dem bevorzugten Supermarkt der Hollywood Stars. Leider kein Celebrity Clash, dafür aber ein Merlot namens Marilyn Monroe.


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Celebrity Clash - Hattrick!

Nichts ahnend amüsieren wir uns mit Olaf, Jakub und Freunden im Hippodrom auf der Wiesn: Trinken, Essen, Trinken, Singen, Trinken, Tanzen, Trinken. So wie immer. Es passiert als die Musik schon aus ist: Celebrity Clash!

Aufgeregt läuft er den Gang entlang, bespricht sich speedig mit einer Person, die eine wundersame weiße Wollhaube trägt und dadurch erst auf den zweiten Blick als Frau erkennbar ist. Sind die Backerl vom Andi Goldberger eigentlich immer so schön rot?andreas goldberger schwulKurz darauf noch einmal: Celebrity Clash! Wir hören zuerst, dass er vor unserer Box steht, weil alle „Edmund, Edmund“ rufen. Bereitwillig nimmt er fesche Dirndl in den Arm und lässt sich fotografieren. Seine Muschi ist nicht dabei. Dann zieht er weiter.edmund stoiber schwulUnd dann noch einer drauf gesetzt: Celebrity Clash! Er düst schnell aus einer Box vom Gang visavis, bespricht kurz was mit dem Kellner, dann wieder rein in die Box. Vielleicht wurde ihm aufgetragen: Harry, fahr den Wagen vor! fritz wepper schwul

Nachgetragen
Wer wissen will, wie es auf der Wiesn prinzipiell zugeht, der liest unsere Abenteuer in der Bräurosl vom vergangenen Jahr nach.


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Creativity is not always good

Der Tinky Winky vom schwulsten Mobilfunker Österreichs hat mir eine Geschichte ins Ohr geflüstert.

Vergangene Woche hat Tinky Winky mit Oliviero Toscani Grappa getrunken. Der war wegen der Ars Electronica in Wien (wieso eigentlich nicht in Linz?). Nach der Veranstaltung schwemmte es Toscani an Tinky Winkys Tisch. Toscani in breitem Italo-Englisch: „I am sorry to say, but creativity is not always good. September 11 was creative, but not good. But, it was good to look at, no?" Dann schwemmten sie weiter Grappa. Danke für diese Geschichte, Tinky Winky.


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Donnerstag, 4. Oktober 2007

What's up, Doc?

Mein Arzt hat ja in San Francisco alles schon einmal gesehen. Vor Zeiten sang er in den größten Hallen Kaliforniens vor ausverkauften Häusern. Als Wiener Sängerknabe. Ich war noch nie in San Francisco , hab aber auch schon alles einmal gesehen. In Filmen. Da geht Alfred Hitchcock Downtown mit zwei Terriern die Straße entlang. Hier hechtet James Stewart bei der Mission Dolores hinter Kim Nowak her. Da braust die Streisand mit Ryan O'Neal vom Russian Hill die Straßen runter. Sehr vertraut.

Neu sind für mich 9 Stunden Zeitverschiebung. Lästiger Jet Lag: Bei den Painted Ladies schöner Ausblick auf Downtown. Kaum drehen wir uns um, möchte ich nur mehr schlafen. Lustiger Jet Lag: Kein Appetit beim Abendessen im Castro . Aber wehe, mein Arzt verzögert das Frühstück noch kurz mit dem Wunsch zu duschen. What's up, Doc? Sehr unentspannt.

Beim Ausflug um die Bay von San Francisco wundern wir uns in der Universitätsstadt Berkely, dass alle Studenten verdammt jung aussehen. Der kleine Arzt weiß warum. In Hollywood ist es üblich, dass Studenten immer von überwuzelten Schauspielern dargestellt werden. Sehr schlüssig.


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Sonntag, 16. September 2007

Sempern

Oft sitzt die Großmutter auch am Tisch und hilft bei der Zubereitung der Speisen. Sie ist fürs Fernsehen fesch heraus geputzt. Oft hat sie keine Zähne im Mund, weil dritte Zähne Luxus sind. Die Sendung „Zu Tisch in...“ auf Arte düst zwar durch ganz Europa und porträtiert Familien und ihre regionalen Spezialitäten von den Abruzzen bis nach Zypern. Die Bilder gleichen sich dann doch auf rührende Weise.

Die Sendung ist im steirischen Allerheiligen bei Wildon zu Gast. Es wird natürlich nicht nur der Salat mit Kürbiskernöl zubereitet: auch die Suppn, die Eierspeis und der Guglhupf. Dieses besondere Öl fließt ebenfalls in meinen Adern. Ich höre seit langem wieder das Wort Sempern . Die eingeblendeten Untertitel brauche ich nicht. Heimweh?

Nein. München ist die most liveable city in the world . Und meine Eltern haben mir kürzlich garantiert ungepanschtes Kürbiskernöl mitgebracht. Das mag auch mein Arzt. Sonst wäre er vermutlich nicht mein Arzt.

Nur einmal habe ich doch Heimweh. Beim Rewe suche ich vergeblich die Müsliriegel. In jedem österreichischen Supermarkt finde ich sie mit verbundenen Augen. Ich frage aber nicht das Personal. Lieber gehe ich mit Tränen in den Augen einfach raus.


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Samstag, 15. September 2007

Ich hab fertig – Raumforderung

Ediths Wohnung hat Krebs. Wenn Ediths Wohnung Krebs hat, dann hat Margots Wohnung Tuberkulose. So diagnostisch schnurren die Metaphern in Thomas Melles Erzählband Raumforderung .

Unsere Wohnung hat Höhenkoller. Mit freier Sicht über den Dächern Münchens blicken wir ins Westend und häufig in Sonnenuntergänge. Da werden mein Arzt und ich romantisch. Ich wasche in der Küche das Geschirr und rufe: Schau mal, schon wieder ein schöner Sonnenuntergang. Mein Arzt sieht im Wohnzimmer fern und sagt: Sehr schön, ja.

In Raumforderung gefallen mir 9 Erzählungen von 12. Guter Schnitt für einen zeitgenössischen Autor. Eine Geschichte beschert mir ein Wiedersehen mit der geilen Zahnlücke Rocco Siffredi. Hat mich sehr gefreut.




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Freitag, 31. August 2007

Der bayerische Verdienstorden

Hätte ich das vorher gewusst! Dann hätte ich noch schnell ein Leben gerettet und Geld gespart. So bezahlen meine freundliche Kollegin Julia und ich Eintritt für den Kunstbau in der U-Bahnstation Königsplatz.

Rettet man in Bayern ein Menschenleben, dann gibt es den bayerischen Verdienstorden. Neben der Ehr' genießt man mit diesem Orden auch finanzielle Vorteile. Lebenslang freier Eintritt in die staatlichen Museen (mit Begleitung, Julia!). Aber auch allzeit kostenlose Beförderung auf den Staatsschifferln der königlich-bayerischen Seen. Das zahlt sich aus. Wie für den Zivildiener meines Arztes. Ob er beim Museumsbesuch den Orden an der Brust tragen muss?

Im Kunstbau sehen wir Dan Flavins Installation „Untitled (for Ksenia)“. 4 Neonröhren. Blau, grün, gelb und pink. Weiße Wände und sonst nichts. Amüsiert spazieren wir bis ans Ende des lang gezogenen Raums. Kicher. Kicher. Aber Julia bemerkt plötzlich zart-farbige Schatten an den Fußleisten. Ich sehe Schattierungen an den Säulen. Als wir auch Verfärbungen in unseren Gesichtern entdecken (Julia in gelb-pink, ich in blau-grün) gibt es kein Halten mehr. Überall im leeren Raum liegen farbige Schatten. Da und dort und da drüben und dort hinten. Das macht Spaß. Als die Farben zu laut werden, rennen wir raus.


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Donnerstag, 30. August 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend essen meine freundlichen Kollegen und ich im Cafe Neuhausen zu Mittag. Es passiert im Nichtraucherbereich: Celebrity Clash!

Er sitzt mit einer burschikosen Blondine im Eck vis à vis. Am Tisch liegt ein Buch mit knallig rot-gelbem Einband. Sie stehen bald auf, schütteln sich die Hand und verabschieden sich mitten im Lokal. Er schaut ihr tief in die Augen. Sie wirkt verlegen. Er sagt: Ich rufe dich an. Sie verlässt das Cafe Neuhausen. Er geht mit dem Buch noch aufs Klo, der Söder Markus .markus söder schwulMan kann sich seinen Celebrity Clash halt nicht aussuchen.


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Freitag, 24. August 2007

Brutzel, Brutzel


Alle freuen sich auf den 5. September. Ab da funkt die neue Staffel von Grey's Anatomy.

Nur mein Arzt freut sich nicht. Er wird von mir zwangsverpflichtet, diese Ärzte-Soap anzusehen. So kann ich beim Mittagessen des folgenden Tages vor den freundlichen Kollegen mit meinem Wissen prahlen. Voll das glänzende Wissen eines Arztgatten halt. Ich kenne jede falsche Diagnose, jede zwecklose Therapie und alle unnötigen Medikamente.

Ein bisserl Spaß hat mein Arzt dann doch. Beginnt ein Schauspieler-Patient etwas schwerer zu atmen oder rollt ein wenig mit den Augen (also mindestens vier bis fünf Mal pro Folge), dann skandieren wir im Chor: De-fi, De-fi, De-fi . Und schon setzen die jungen Ärzte aus Seattle dem Patienten die Elektroden an. Brutzel, Brutzel. Wir verlieren ihn. Brutzel, Brutzel. Er kommt wieder. Brutzel, Brutzel. Er ist wieder weg. Brutzel, Brutzel. Ja, so vergnügt man sich in einem Arzthaushalt.


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Montag, 20. August 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend kehren die Cats, die Münchner Buben, mein Arzt und ich beim „Fischmeister“ am Starnberger See ein. Der Regen treibt uns vom Gastgarten ins Wirtshaus. Es passiert am Eingang zum Extrazimmer: Celebrity Clash!

Er sitzt neben dem Kachelofen im Eck und liest die Wochenendausgabe der Süddeutschen. Ein Blick reicht und ich erkenne ihn. Im Kopf habe ich gleich seinen Marthaler-Faust. Der Monolog „Habe nun, ach!“ nur in Vokalen: A-E-U-A. War scharf damals, 1993. Ok, ok, der Bierbichler Sepp ist auch der Wirt vom „Fischmeister“ und häufig dort. Aber Celebrity Clash ist nun mal Celebrity Clash.sepp bierbichler schwulDavor vertrieb uns der Regen auch schon vom Ostersee. Rainer war ebenfalls wieder da. Aber alles wird gut beim „Fischmeister“: Der Schweinebraten passt und Lars erzählt, wie er mit John Waters durch den Vatikan schlenderte. Ohne dass diesen ein Blitz traf. Außerdem erfahren wir, wie man australische Tim Tam Kekse als Strohhalm benutzt und kosten den berühmten Kürbiskuchen, der überraschenderweise jetzt auch im Kranz serviert wird. Wir wissen natürlich nicht, wer das Rezept gefladert hat. Nein, wirklich nicht. Und ja, der Michi , der ist endlich wieder da. Wir freuen uns.


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Mittwoch, 15. August 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend geh ich mit meinem freundlichen Kollegen Klaus ins Kino . Mein Arzt grillt an der Isar mit anderen Ärzten. Es passiert nach dem Film beim Bier in der Filmwirtschaft: Celebrity Clash!

Er ist léger gekleidet. Jeans, blaues Shirt und Rucksack. Er steht vor dem Plakat vom Mongay , ganz unscheinbar. Mein Blick streift ihn. Ist er es? Zweiter Blick. Ja, er ist es: Oliver Stokowski , der sich in Echte Kerle als Polizist in mein verzaubertes Herz spielte. Eine Beziehungskomödie im Transit zwischen schwul und hetero. Voll empfehlenswert.

Mit Klaus entdecke ich, dass ich Angst vor Mäusen habe. Die wuseln um unsere Füße unter dem Tisch in der Filmwirtschaft. Dann düst Klaus Richtung Schweden und ich ab ins Candy im Muffatcafe.


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Samstag, 11. August 2007

Ich hab fertig - Rosenrot

Die Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter beim Reichskriminalamt in Stockholm löst ihren 5. Fall . Anfangs stirbt ein illegaler Einwanderer. Am Ende sind einige Personen kopflos. Dazwischen gibt es schlechtes Wetter, sozial-kritische Betrachtungen über die schwedische Gesellschaft, feine Charakterstudien über Enddreißiger und spannende Handlung.

Exotisch-amüsant auch das Lokalkolorit: fesche junge Polizisten heißen Bo Ek und geographische Angaben wie Yxkullsgata, Smedslätten und Brunnsviken lasse ich mir gern auf der Zunge zergehen.


Autor Arne Dahl arbeitet bei der schwedischen Akademie, die jährlich den Literaturnobelpreis vergibt. Ich stell mir vor, dass er es war, der angerufen hat: Hello Frau Jelinek, you won the nobel prize in literature. Oder so ähnlich. Wer mit Arne Dahl anfangen will, startet mit Misterioso .


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Freitag, 10. August 2007

Gilbert & George

Der mit der Brille, das ist der George , sagt Frau Kunkel. Sie führt meine freundliche Kollegin Julia und mich durch die „große Ausstellung“ im Haus der Kunst . Gilbert & George sind seit 1967 ein Paar, produzieren riesige Fotos, die wie Kirchenfenster aussehen, zeigen sich immer in Anzügen, in ihren Kunstwerken manchmal auch nackt, mit allerlei Körperflüssigkeiten und jungen Männern. Gelegentlich überlegen sie drei Jahre welche Nuance das Rot in einem bestimmten Bild haben soll.

Einer ihrer Grundsätze lautet: Never worry assess discuss or criticize but remain quiet respectful and calm. Sympathische Herren, spannende Kunst. George is the cunt, Gilbert is the shit, sagen Gilbert & George selbst.

Nachgetragen

Während der Führung im Haus der Kunst wurden wir in der Besuchergruppe fotografiert. Im besonderen Auftrag von Gilbert & George für ihr Archiv. Julia und ich freuen uns, dass wir bald in diesem berühmten Archiv zu sehen sein werden.


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Montag, 6. August 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend verbringen mein Arzt und ich einen feschen Sommernachmittag mit Freunden am großen Ostersee . Schwimmen, sonnen, lesen, plaudern. Abends packen wir unsere Sachen, schlendern los. Es passiert auf dem Weg zum Parkplatz: Celebrity Clash! Olaf ist so aufmerksam. Ich wäre einfach weiter gelaufen.

Wie vom Osterhasen versteckt, lagert er im hohen Gras unter den Büschen, der Langhans Rainer . Wo ist sein Harem? Nur der Osterhase selbst sitzt neben ihm: ein junger Mann mit riesigen Kopfhörern. Dessen Blicke kreuzen sich mit unseren neugierigen Augen. Ui, schnell sind wir weiter. Weiter zum Hoisl-Bräu , wo Olaf und Jakub nach dem Badesee einen weiteren Geheimtipp ihres Honeymoons von 2003 mit uns teilen. Dankeschön.

Nachgetragen
Alles hängt zusammen. Kürzlich wurde das Leben der Uschi Obermaier verfilmt. Die Rolle Rainer Langhans spielt ausgerechnet diese Celebrity .


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Freitag, 3. August 2007

Cut Back bis zur Brezn

Oups, wir haben es wieder getan. In der österreichischen Tageszeitung der Standard erschien mein Bericht über die Surfer am Münchner Eisbach. Die Fotos dazu knipste mein Arzt.

Mit dem Auto im Zentrum Münchens aus dem Tunnel auf die stark befahrene Prinzregentenstraße kommend: Plötzlich quert ein junger Mann barfuß die fünfspurige Fahrbahn. Sein Oberkörper ist nackt, weil er das Oberteil eines Neoprenanzugs lässig bis zu den Hüften gerollt trägt. Unter seinem Arm klemmt ein Surfbrett. Gestrandet?


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Dienstag, 31. Juli 2007

D’oh!

Nichts ahnend recherchiere ich in der Online Marketing Welt. Wo gibt es coole virale Kampagnen? Dabei treffe ich auf etwas Feines von Burger King. Aha, die machen was zum Start des Simpson-Films.

Plötzlich ein Flash: Rich Rubin wurde simpsonized! Ich bin gelb und grüße aus Springfield. Wer sich dieser Gefahr nicht aussetzen möchte, meidet simpsonizeme.com.

Mein Arzt findet, dass ich mir gar nicht ähnlich sehe. D’oh, beauty is in the eye of the beholder!


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Montag, 30. Juli 2007

Rita, Rita!

Fast weine ich im Urlaub. Mein Arzt und ich mieten eine Finca auf Mallorca. Mit dabei sind Tanja, die Zwetschke Leo und die drei M & Ms. Weil die Erwachsenen in diversen Redaktionen arbeiten, liegt plötzlich ein unverkäufliches Rezensionsexemplar von Ian McEwans neuem Roman auf den Liegen neben dem Pool. Frisch gefladert aus der Redaktion einer österreichischen Quälitätszeitung. Zu kaufen ist „Am Strand“ erst ab August. Und ich darf es als zweiter im Urlaub lesen!

Wir begleiten ein junges englisches Paar durch ihre Hochzeitsnacht im Jahr 1966. Beide sympathisch, attraktiv und gar nicht dumm. Wir freuen uns mit ihnen. Aber McEwan räumt uns ab. Kühl deckt er auf, dass die beiden in unterschiedlichen Filmen spielen. Der ganze Honigmond ein großes Missverständnis. Versehen mit einem Geheimnis, das es detektivisch zu enthüllen gilt. „Am Strand“ ist ein Page-Turner, bei dessen Ende ich fast weine. Unter einer Palme. Am Pool der Finca.

Dort findet auch eine unvergessliche Pool-Party am letzten Urlaubsabend statt. Davor erfreuen wir uns an frugalen Frühstücks-Sessions, lauschigen Strandbuchten, geil gegrillten Doraden und grandiosen Miradors. Dank Olaf können wir auch furchtbar mit unserem Zitronen-Duschgel und unserer Zitronen-Body-Lotion angeben.

Obwohl mit uns noch weitere 600.000 Touristen in insgesamt 900 Flugzeugen auf Mallorca landen, verteilt es sich dann doch ganz gut. Die Einheimischen? Sehr freundlich, sehr entspannt. Bis auf den Schafhirten, der laut rufend mit seinem Mofa um unsere Finca knattert: „Rita, Rita!“ Muss wohl der Name seines abgängigen Schafs sein. In seiner Stimme klingt beunruhigend viel Sehnsucht.


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Freitag, 13. Juli 2007

Socken-Memory

Sind Sie ein Piratendoktor? Das fragte ein kleiner Patient, weil auf den Socken meines Arztes ein Totenkopf zu sehen war. Wie kommt's?
Ein urbaner Mann besitzt 12 Paar schwarze Socken. Was ergeben dann zwei Männer in einer Partnerschaft? 24 Paar schwarze Socken. Mindestens. Und jetzt stell dir das Ende eines Waschtags vor. 48 Socken suchen jeweils ihr Gegenstück. Was für ein Tschoch beim Zusammenlegen!
Deshalb tragen wir schwarze H&M Socken aus Portugal, garantiert ohne Kinderarbeit produziert. Die haben unterschiedliche Motive. Jeder trägt alles: die Ampel, den Bullterrier, den Totenkopf mit gekreuzten Säbeln, das „Achtung-Radioaktiv“-Zeichen, das Skelett, die drei Würfel, den Totenkopf mit der Rose zwischen den Zähnen und vieles mehr. Ideal fürs Socken-Memory. Damit ist das Socken Zusammenlegen eine Gaudi! Der Spaß hört sich nur auf, wenn sich einer von uns beiden ein bestimmtes Paar zum Tragen reserviert. Sehr beliebt ist das Paar mit der Aufschrift: Rich, cool and smart!


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Mittwoch, 11. Juli 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend laufe ich vom Marienplatz zum Stachus. Hab doch keine Gewehre für die zwei Gschrappen gekauft, die mit meinem Arzt und mir die Finca auf Mallorca bewohnen werden. Zu teuer, zu schwer, krieg ich nie als Handgepäck durch. Aber dafür haben wir jetzt Handseife zuhause, die nach Rosmarin und Minze riecht.

Es geschieht auf Höhe von St. Michael: Celebrity Clash! Er kommt mir unter den vielen Passanten entgegen und schaut dicker aus als im Fernsehen. Ich bin mir nicht sicher, ob er es ist. Starre ihn deshalb zu lang an. Er dreht sich grantelnd ab. Hätte dich eh nicht angesprochen, grumpy old man!
rolf schimpf schwul


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Sonntag, 8. Juli 2007

Celebrity Clash

Nichts ahnend joggen mein freundlicher Kollege Gerhard und ich am Starnberger See entlang. Wir versüßen uns gegenseitig die Strohwitwer-Zeit. Mein Arzt hat Wochenend-Dienst, seine Frau kraxelt auf Korsikas Bergen. Es geschieht zwischen Berg und Leoni: Celebrity Clash!

Er wirkt inkognito mit schwarzer Sonnenbrille, schiebt einen Kinderwagen (die Tochter ist sechs Monate alt) und sperrt für sich und zwei Frauen ein privates Seegrundstück auf. Gerhard sagt: Oliver Bierhoff . Ich sag: Celebrity Clash. Gerhard sagt: Was für sonderbare Badeshorts er trägt. Ich sag: Weiß mit roten Rosen drauf? Und was Schwarzes, sagt Gerhard.oliver bierhoff schwulWir laufen am Kreuz vorbei, wo König Ludwig II. im seichten Uferwasser starb, baden nur kurz im kalten See, plaudern über Gerhards Zehen und dann kauft er mir ein Mövenpick Madagaskar Vanille Papaya Eis.


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